"Typisch Mädchen, typisch Junge!" - gibt es das eigentlich?

Jungen sind besser in Mathe und Mädchen haben mehr Talent für Sprachen. Jungen sind übermütig, wild und rücksichtslos, Mädchen dagegen zickig, geschwätzig und einfühlsam.

Solche Aussagen gehören in unseren alltäglichen Sprachgebrauch und werden meist nicht hinterfragt, sondern als allgemeine Wahrheit verwendet. Wir greifen zu diesen Verallgemeinerungen, da uns über die Medien, Familie, Freunde und Politik bestimmte Rollenbilder vermittelt werden, die uns in allen Lebenslagen begleiten und unser Denken und Handeln beeinflussen. In Wirklichkeit sind die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen viel komplexer und oft gar nicht so eindeutig, wie wir zunächst annehmen würden.

In dem ganztägigen Workshop „Typisch Mädchen, typisch Junge! - gibt es das eigentlich?“ unter Leitung von Asli-Juliya Weheliye, Integration Team der RWTH Aachen, hinterfragten und diskutierten Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe bekannte Stereotype und Vorurteile gegenüber dem anderen Geschlecht. In spannenden und altersgerechten Übungen betrachteten die Schülerinnen und das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und erarbeiteten gemeinsam Ideen, die verallgemeinernde Bemerkungen gegenüber anderen vorbeugen. In den Diskussionen und Rollenspielen berichteten die Schülerinnen und Schüler vor allem aus ihrem Schulalltag und zeigten ein reges Bedürfnis, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

Das Programm stellte eine adaptierte Version des „A World-of-Difference-Programme“ der Anti-Defamation League in den USA dar und richtet sich speziell an junge Menschen, die sich mit den Themen Vielfalt, Diskriminierung, Ausgrenzung und Vorurteile näher auseinandersetzen wollen.

Die Veranstaltungen wurden im Rahmen des Mentoring-Programms TANDEMkids organisiert. Alle Schülerinnen und Schüler der 6. bis 8. Klasse sind zur Teilnahme am Programm eingeladen. Weitere Informationen unter www.tandemkids.de

Stand: 09/2010

 
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