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Tübinger Wissenschaftlerin erhält Südwestmetall-Förderpreis
Die Biologin Raphaela Osterauer wird für ihre Dissertation ausgezeichnet
Raphaela Osterauer vom Institut für Evolution und Ökologie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen wird heute mit dem Südwestmetall-Förderpreis ausgezeichnet. Sie erhält den Preis für ihre Dissertation zum Thema ,,Effekte des Schwermetalls Platin auf die frühe Individualentwicklung des Zebrabärblings und der Paradies-Schnecke".
Der Rektor der Universität Tübingen, Bernd Engler, gratulierte zu der Auszeichnung. ,,Die Würdigung herausragender wissenschaftlicher Leistungen an den Universitäten des Landes Baden-Württemberg durch Südwestmetall bietet eine vorzügliche Gelegenheit, der engen Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft Ausdruck zu verleihen", sagte er. ,,Sie macht deutlich, dass Wissenschaft und Wirtschaft Hand in Hand gehen und so helfen, die Zukunftsfähigkeit unseres Landes zu sichern."
Raphaela Osterauer studierte Biologie und Chemie in Tübingen und promovierte hier 2011. In ihrer Dissertation konnte sie neue Erkenntnisse zur toxikologischen Wirkung des Schwermetalls Platin dokumentieren. Dieses galt in der Umweltforschung bisher als toxikologisch weitgehend harmlos. Osterauer wies nun nach, dass Platin bereits in umweltrelevanten Konzentrationen physiologische Reaktionen bei den von ihr untersuchten Organismen hervorruft. Außerdem konnte Sie zeigen, dass Platin in hohen Konzentrationen embryonale Entwicklungsprozesse von Schnecken, die bisher als Einheit betrachtet wurden, entkoppelt. Damit konnte sie langjähriges Lehrbuchwissen zur Evolution von Schnecken widerlegen und erreichte bereits weltweite Aufmerksamkeit.
Der mit 5000 Euro dotierte Preis des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall wird jährlich für herausragende wissenschaftliche Arbeiten an junge Akademiker der neun Universitäten Baden-Württembergs verliehen. In diesem Jahr wurden die Preise zum 21. Mal verliehen.
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