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Transplantationen sicherer machen
Sander-Stiftung fördert LMU-Forscher
Professor Günther Eißner, Leiter des Labors für Interdisziplinäre Stammzellforschung in der Herzchirurgischen Klinik am Klinikum der LMU, Standort Großhadern, wird von der Wilhelm-Sander-Stiftung gefördert. Für zunächst zwei Jahre wird der Humanbiologe rund 80.000 Euro für das Projekt ,,In vitro Monitoring endothelialer Komplikationen nach allogener Transplantation mit immortalisierten Patienten-spezifischen Endothelzelllinien" erhalten. Nach der Transplantation von Organen oder blutbildenden Stammzellen treten vornehmlich am vaskulären Endothel, also der inneren Auskleidung der Blutgefäße, Komplikationen auf. Im geplanten Projekt soll nun die zugrunde liegende Immunreaktion gegen die betroffenen Zellen im Detail entschlüsselt werden, um künftig bei Transplantationen möglicherweise vorbeugend oder therapeutisch eingreifen zu können.
Es ist bereits bekannt, dass die Schäden am vaskulären Endothel nach Transplantationen in einem Drei-Stufen-Prozess ablaufen. An dessen Ende steht immer eine spezifische immunologische Reaktion, die sich gegen das Endothel richtet. Im geplanten Projekt sollen nun diese Abwehrreaktionen nach Transplantation in regelmäßigen Abständen in vitro erfasst werden. In einem ersten Schritt muss eine spezielle Methodik entwickelt werden, um patientenspezifische Zellen, die dem Endothel ähneln, in vitro zu differenzieren und durch genetische Modifikation zu permanentem Wachstum anzuregen.
Dann kann im zeitlichen Verlauf getestet werden, ob sich im Blut der Patienten nach Transplantation Abwehrzellen befinden, die diese Endothel-ähnlichen Zellen angreifen - was auf eine Immunreaktion gegen das transplantierte Gewebe schließen ließe. Es ist bereits bekannt, dass bestimmte Immunzellen, die eigentlich eine Abwehrreaktion unterdrücken sollen, ebenfalls zu den gefährlichen Komplikationen beitragen können. Die Forscher hoffen, dass ein detailliertes Verständnis der Immunreaktion zur Entwicklung von neuartigen Ansätzen in Prophylaxe und Therapie beitragen kann.
Die Wilhelm-Sander-Stiftung mit Sitz in Neustadt an der Donau wurde 1974 gegründet. Sie fördert medizinische Forschung im klinischen und klinisch-experimentellen Bereich, die auf die Bekämpfung von Krankheiten abzielt. Schwerpunkt ist die Krebsforschung. Beim vorliegenden Projekt kann nach Ablauf der ersten Förderperiode ein Antrag auf Verlängerung für weitere zwei Jahre gestellt werden. (suwe)
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