„Tierseuchen im 18. Jahrhundert“ und „Auswirkungen der Finanzkrise"

Dr. Dominik Hünniger 
 
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Dr. Dominik Hünniger Klicken Sie bitte hier, um das Bild in Druckqualität herunterzuladen Stefan Schüder Klicken Sie bitte hier, um das Bild in Druckqualität herunterzuladen

Student und Doktorand der Universität Göttingen erhalten Preise für ihre Forschung

(pug) Ausgezeichnete Arbeiten an der Universität Göttingen: Die Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte hat Dominik Hünniger, wissenschaftlicher Koordinator am Lichtenberg-Kolleg, für seine Dissertation über Tierseuchen in der frühen Neuzeit geehrt. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und würdigt seine besondere Leistung auf dem Gebiet der Erforschung der schleswig-holsteinischen Geschichte. Stefan Schüder, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Internationale und Monetäre ökonomik der Universität Göttingen, erhielt den Young Economist Award 2011 des Internationalen Netzwerkes für ökonomische Forschung (INFER) für sein Forschungspapier über den Einfluss der Zentralbanken auf die Finanzmärkte und die Realwirtschaft.

In seiner Dissertation untersuchte Hünniger anhand von Fallbeispielen unter anderem aus Dithmarschen und Ostholstein die Debatten und Konflikte der an der Tierseuchenbekämpfung beteiligten Akteure. Maßnahmen zur Seuchenabwehr wie Quarantäne oder Handelsregulierung standen im 18. Jahrhundert oft im Widerspruch zu wirtschaftlichen und sozialen Handlungen, die die ökonomische Versorgung gewährleisten sollten. So war ein Dorf, in dem das Vieh erkrankt war, oft abgeschnitten von dem lebenswichtigen Zugang zu Handelswegen und Märkten. Die Obrigkeit musste daher immer wieder neu zwischen dem notwendigen Seuchenschutz und den Erfordernissen für den wirtschaftlichen Austausch abwägen. „Die Maßnahmen gegen die Krise mussten deswegen damals kontinuierlich nachreguliert werden“, so das Fazit von Hünniger.

Stefan Schüder entwickelte in seinem Forschungspapier einen Modellrahmen, der die Auswirkungen der Finanzkrise verständlich macht. Damit konnte er die Chancen und Risiken, die die Zentralbanken bei der Bekämpfung der Krise eingehen, verdeutlichen. Der Diplom-Volkswirt zeigte auf, dass Anleihenankäufe, die in Krisenzeiten von der Zentralbank getätigt werden, die inländische Güterproduktion stabilisieren. Dies ruft jedoch unerwünschte Nebeneffekte wie Inflation, Währungsabwertung und Schwankungen auf den Aktienmärkten hervor.
 
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