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Studieren an der Universität Leipzig – Gefragter als je zuvor
12 October 2011 - UNI-LEIPZIG
Studieren an der Universität Leipzig ist in diesem Jahr bei jungen Menschen aus dem In- und Ausland gefragter denn je: Bis zur Bewerbungsfrist am 15. September gingen an der Alma mater mehr als 31.000 und damit ein Drittel mehr Bewerbungen als im Vorjahr ein. Vor allem in den westlichen Bundesländern sei das Interesse an einem Studium an der Universität Leipzig spürbar gewachsen, berichtete die Rektorin der Universität Leipzig, Beate A. Schücking am Mittwoch.
Für das Wintersemester 2011/2012 wurden nach Angaben des Studentensekretariats weit über als 6.000 Erstsemester immatrikuliert und damit etwa so viele wie im vergangenen Jahr. "Die Zahl kann sich aber bis zum Dezember noch erhöhen", sagt Klaus Arnold vom Studentensekretariat. Derzeit würden zahlreiche Unterlagen der Bewerber, die der Universität bis Ende September für die Immatrikulation schriftlich vorliegen mussten, noch bearbeitet.
"Viele haben sich mehrfach beworben, um sich abzusichern. Das ist einfach ein Trend unserer Zeit", erklärt Arnold. Für Klaus Dietz, den Leiter des Studentensekretariats, sind die Aussetzung der Wehrpflicht und die doppelten Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen wichtige Gründe für den Bewerberansturm, der vor allem aus den westlichen Bundesländern kam. Auch das mehrjährige Engagement der Universität Leipzig im Rahmen der Imagekampagnen "Abenteuer FernOst - Leipzig studieren!" und "Pack Dein Studium in Sachsen - am besten an der Universität Leipzig" zeigt hier seine Erfolge. Von 7.752 im vergangenen Jahr habe sich die Zahl der Bewerber aus dem Westen auf weit über 15.200 gesteigert. Hinzu kommt noch die enorme Anzahl von Bewerbungen über die Stiftung für Hochschulzulassung für die Studiengänge mit bundesweitem Numerus clausus. "Im Osten ist die Zahl der männlichen Bewerber nahezu konstant geblieben, die der weiblichen aus demografischen Gründen leicht gesunken", berichtet Arnold.
Die in diesem Jahr im Vergleich zur Vergangenheit deutlich geringere Zahl von Abiturienten im Freistaat war bei den Einschreibung nicht spürbar - auch nicht bei den Studienbewerbern aus Sachsen. Aus naheliegenden Gründen war das Interesse junger Menschen aus Sachsen an einem Studium an der Alma mater mit 4.300 Bewerbungen am größten gewesen, dicht gefolgt von Niedersachsen mit 3.400 sowie Baden-Württemberg und Bayern mit 2.300 beziehungsweise 2100 Studieninteressenten. "Im Westen hat sich die Zahl der Bewerber fast durch die Bank weg in jedem Bundesland verdoppelt", sagt Arnold. Neben der räumlichen Nähe zum Heimatort spielten bei der Auswahl des künftigen Studienortes auch die Attraktivität der Stadt, die Lebenshaltungskosten und die Tatsache eine Rolle, ob eine Universität Studiengebühren verlangt. Bei all diesen Aspekten habe die Universität Leipzig punkten können.
Auch mehr Bewerbungen aus dem Ausland
Einen deutlichen Zuwachs gab es auch bei den Bewerbungen für das Wintersemester aus dem Ausland. Wie das Akademische Auslandsamt der Universität Leipzig mitteilt, gingen im Vergleich zum Vorjahr ca. 25 Prozent mehr Bewerbungen von ausländischen Studieninteressenten ein. Zur Immatrikulation erschien dann jedoch mit 850 in etwa die gleiche Anzahl wie im Vorjahr. Die Diskrepanz zwischen der höheren Zahl an Bewerbungen und der dann tatsächlich Eingeschriebenen sei auf die gestiegenen Doppel- und Mehrfachbewerbungen zurückzuführen. Bei den 850 Eingeschriebenen halten sich die Studierenden, die einen Bachelor- oder Masterabschluss in Leipzig anstreben und die Austauschstudenten, die für ein oder zwei Semester an der Universität Leipzig bleiben, mit 350 in etwa die Waage. Dabei zeigt sich gerade bei den Austauschstudenten, die vor allem von den europäischen ERASMUS-Partnerhochschulen, aber auch aus Südafrika, Peru, Japan und China kommen, dass sich gute Betreuung bewährt. Gingen die Austauschzahlen vor einigen Jahren drastisch zurück, zeigt sich wieder eine steigende Tendenz, die hoffentlich stabil gehalten werden kann.
Rechtswissenschaft - Fach mit meisten Erstsemestern
Im Gegensatz zu den Vorjahren ist nach den Worten Arnolds die Tendenz zu beobachten, dass die jungen Menschen, die einen Studienplatz an der Universität Leipzig angenommen haben, meist auch bei ihrer Entscheidung geblieben und nicht kurzfristig auf einen anderen Studienort umgeschwenkt sind. Das Fach mit den meisten Erstsemestern ist Rechtswissenschaft mit 674 Immatrikulierten. "In Leipzig ist das im Vergleich zu zahlreichen anderen Universitäten kein zulassungsbeschränktes Fach", erklärt Dietz diesen Trend. Nach wie vor gefragt sei auch Medizin, eine Fachrichtung mit bundesweitem Numerus Clausus, mit 300 Studienanfängern in diesem Jahr. Hier kamen zehn Bewerber auf einen Studienplatz. Im Bundesdurchschnitt waren es fünf. Am begehrtesten bei den grundständigen Studiengängen seien - gemessen an der Bewerberzahl - die Fachrichtungen Psychologie, Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften.
Ein erfreulicher Trend zeigt sich in den naturwissenschaftlichen Fächern. So sind zum Beispiel die Einschreibzahlen im Bachelorstudiengang Physik deutlich gestiegen. Auch im Bereich der Wirtschaftsinformatik ist ein beachtenswerter Anstieg der Studienanfängerzahlen zu verzeichnen.
Unter den Masterstudiengängen waren in diesem Jahr wieder die Psychologie und die Betriebswirtschaftslehre besonders begehrt. Hier überstiegt die Nachfrage die Studienplatzkapazität um ein Vielfaches und nicht alle geeigneten Bewerber konnten zum Studium zugelassen werden. Gut gefüllt sind auch die beliebten Masterstudiengänge im Bereich der Kommunikationswissenschaft (Journalistik, Kommunikations- und Medienwissenschaft und Communication Management).
"Das gefragteste Lehramtsfach war Deutsch", berichtet Dietz und verweist auf die 2.700 Bewerbungen. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 2.000. über 1.000 Bewerbungen gab es auch in den Lehramtsfächern Englisch, Geschichte und Mathematik. Bei der Lehrerausbildung wurde wegen des großen Interesses und des höheren Bedarfs an Lehrern auch in diesem Jahr die Aufnahmekapazität wieder deutlich überschritten. Er rechne mit ca. 530 Immatrikulationen. "Die Universität Leipzig wird einen erheblichen Beitrag dafür leisten, dem sich dramatisch abzeichnenden Lehrermangel zu begegnen. Dass dies jedoch nicht ressourcenneutral erfolgen kann, liegt auf der Hand", sagt der Dekan der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät, Thomas Hofsäss. Bereits jetzt würden deutlich mehr künftige Lehrer ausgebildet als die Kapazität hergibt.
Seit Einführung der Studienreform im Jahr 2006 mit dem Bachelor- und Mastersystem liegen die Absolventenzahlen der Universität Leipzig nach Angaben Arnolds bei über 4.000. Jeder dritte Studierende entschließe sich, gleich nach dem Bachelorabschluss den Masterstudiengang zu beginnen. Die anderen stiegen ihm zufolge gleich ins Berufsleben ein oder nutzen die Zeit, um Auslands- oder Praxiserfahrungen zu sammeln.
"Viele haben sich mehrfach beworben, um sich abzusichern. Das ist einfach ein Trend unserer Zeit", erklärt Arnold. Für Klaus Dietz, den Leiter des Studentensekretariats, sind die Aussetzung der Wehrpflicht und die doppelten Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen wichtige Gründe für den Bewerberansturm, der vor allem aus den westlichen Bundesländern kam. Auch das mehrjährige Engagement der Universität Leipzig im Rahmen der Imagekampagnen "Abenteuer FernOst - Leipzig studieren!" und "Pack Dein Studium in Sachsen - am besten an der Universität Leipzig" zeigt hier seine Erfolge. Von 7.752 im vergangenen Jahr habe sich die Zahl der Bewerber aus dem Westen auf weit über 15.200 gesteigert. Hinzu kommt noch die enorme Anzahl von Bewerbungen über die Stiftung für Hochschulzulassung für die Studiengänge mit bundesweitem Numerus clausus. "Im Osten ist die Zahl der männlichen Bewerber nahezu konstant geblieben, die der weiblichen aus demografischen Gründen leicht gesunken", berichtet Arnold.
Die in diesem Jahr im Vergleich zur Vergangenheit deutlich geringere Zahl von Abiturienten im Freistaat war bei den Einschreibung nicht spürbar - auch nicht bei den Studienbewerbern aus Sachsen. Aus naheliegenden Gründen war das Interesse junger Menschen aus Sachsen an einem Studium an der Alma mater mit 4.300 Bewerbungen am größten gewesen, dicht gefolgt von Niedersachsen mit 3.400 sowie Baden-Württemberg und Bayern mit 2.300 beziehungsweise 2100 Studieninteressenten. "Im Westen hat sich die Zahl der Bewerber fast durch die Bank weg in jedem Bundesland verdoppelt", sagt Arnold. Neben der räumlichen Nähe zum Heimatort spielten bei der Auswahl des künftigen Studienortes auch die Attraktivität der Stadt, die Lebenshaltungskosten und die Tatsache eine Rolle, ob eine Universität Studiengebühren verlangt. Bei all diesen Aspekten habe die Universität Leipzig punkten können.
Auch mehr Bewerbungen aus dem Ausland
Einen deutlichen Zuwachs gab es auch bei den Bewerbungen für das Wintersemester aus dem Ausland. Wie das Akademische Auslandsamt der Universität Leipzig mitteilt, gingen im Vergleich zum Vorjahr ca. 25 Prozent mehr Bewerbungen von ausländischen Studieninteressenten ein. Zur Immatrikulation erschien dann jedoch mit 850 in etwa die gleiche Anzahl wie im Vorjahr. Die Diskrepanz zwischen der höheren Zahl an Bewerbungen und der dann tatsächlich Eingeschriebenen sei auf die gestiegenen Doppel- und Mehrfachbewerbungen zurückzuführen. Bei den 850 Eingeschriebenen halten sich die Studierenden, die einen Bachelor- oder Masterabschluss in Leipzig anstreben und die Austauschstudenten, die für ein oder zwei Semester an der Universität Leipzig bleiben, mit 350 in etwa die Waage. Dabei zeigt sich gerade bei den Austauschstudenten, die vor allem von den europäischen ERASMUS-Partnerhochschulen, aber auch aus Südafrika, Peru, Japan und China kommen, dass sich gute Betreuung bewährt. Gingen die Austauschzahlen vor einigen Jahren drastisch zurück, zeigt sich wieder eine steigende Tendenz, die hoffentlich stabil gehalten werden kann.
Rechtswissenschaft - Fach mit meisten Erstsemestern
Im Gegensatz zu den Vorjahren ist nach den Worten Arnolds die Tendenz zu beobachten, dass die jungen Menschen, die einen Studienplatz an der Universität Leipzig angenommen haben, meist auch bei ihrer Entscheidung geblieben und nicht kurzfristig auf einen anderen Studienort umgeschwenkt sind. Das Fach mit den meisten Erstsemestern ist Rechtswissenschaft mit 674 Immatrikulierten. "In Leipzig ist das im Vergleich zu zahlreichen anderen Universitäten kein zulassungsbeschränktes Fach", erklärt Dietz diesen Trend. Nach wie vor gefragt sei auch Medizin, eine Fachrichtung mit bundesweitem Numerus Clausus, mit 300 Studienanfängern in diesem Jahr. Hier kamen zehn Bewerber auf einen Studienplatz. Im Bundesdurchschnitt waren es fünf. Am begehrtesten bei den grundständigen Studiengängen seien - gemessen an der Bewerberzahl - die Fachrichtungen Psychologie, Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften.
Ein erfreulicher Trend zeigt sich in den naturwissenschaftlichen Fächern. So sind zum Beispiel die Einschreibzahlen im Bachelorstudiengang Physik deutlich gestiegen. Auch im Bereich der Wirtschaftsinformatik ist ein beachtenswerter Anstieg der Studienanfängerzahlen zu verzeichnen.
Unter den Masterstudiengängen waren in diesem Jahr wieder die Psychologie und die Betriebswirtschaftslehre besonders begehrt. Hier überstiegt die Nachfrage die Studienplatzkapazität um ein Vielfaches und nicht alle geeigneten Bewerber konnten zum Studium zugelassen werden. Gut gefüllt sind auch die beliebten Masterstudiengänge im Bereich der Kommunikationswissenschaft (Journalistik, Kommunikations- und Medienwissenschaft und Communication Management).
"Das gefragteste Lehramtsfach war Deutsch", berichtet Dietz und verweist auf die 2.700 Bewerbungen. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 2.000. über 1.000 Bewerbungen gab es auch in den Lehramtsfächern Englisch, Geschichte und Mathematik. Bei der Lehrerausbildung wurde wegen des großen Interesses und des höheren Bedarfs an Lehrern auch in diesem Jahr die Aufnahmekapazität wieder deutlich überschritten. Er rechne mit ca. 530 Immatrikulationen. "Die Universität Leipzig wird einen erheblichen Beitrag dafür leisten, dem sich dramatisch abzeichnenden Lehrermangel zu begegnen. Dass dies jedoch nicht ressourcenneutral erfolgen kann, liegt auf der Hand", sagt der Dekan der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät, Thomas Hofsäss. Bereits jetzt würden deutlich mehr künftige Lehrer ausgebildet als die Kapazität hergibt.
Seit Einführung der Studienreform im Jahr 2006 mit dem Bachelor- und Mastersystem liegen die Absolventenzahlen der Universität Leipzig nach Angaben Arnolds bei über 4.000. Jeder dritte Studierende entschließe sich, gleich nach dem Bachelorabschluss den Masterstudiengang zu beginnen. Die anderen stiegen ihm zufolge gleich ins Berufsleben ein oder nutzen die Zeit, um Auslands- oder Praxiserfahrungen zu sammeln.
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