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Standortbestimmung der religionswissenschaftlichen Forschung
7 September 2011 - UNI-HEIDELBERG
Um eine Standortbestimmung des Fachs Religionswissenschaft an Universitäten geht es in einer fünftägigen Konferenz, die vom 14. bis 18. September 2011 an der Ruperto Carola stattfindet. Die Deutsche Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRW) lädt zu ihrer Jahrestagung ein. Rund 300 Wissenschaftler werden im Rahmen der Veranstaltung mit dem Titel „Religionswissenschaft im Aufwind“ aktuelle Forschungsprojekte vorstellen sowie über universitäts- und gesellschaftspolitische Entwicklungen diskutieren. Außerdem erhalten zwei Nachwuchswissenschaftler, darunter eine Forscherin der Universität Heidelberg, den Dissertationspreis der DVRW.
„In den letzten Jahrzehnten ist die Religionswissenschaft von einem marginalisierten Orchideenfach im Schnittfeld von Theologie und Kulturwissenschaft zu einer sowohl in der öffentlichkeit wie auch bei Studierenden immer stärker nachgefragten Disziplin avanciert“, betont Gregor Ahn vom Institut für Religionswissenschaft der Universität Heidelberg. „Dabei spielt der überkonfessionelle, nicht an religiöse oder ideologische Perspektiven gebundene Charakter der empirisch-kulturwissenschaftlichen Religionsforschung eine besondere Rolle. Ziel der Tagung ist es, die methodischen und theoretischen Grundlagen des Faches weiterzuentwickeln und damit das Profil der Religionswissenschaft zu schärfen.“
Eröffnet wird die Jahrestagung der DVRW am 14. September. Dabei spricht Oliver Freiberger von der University of Texas at Austin (USA) zum Thema „Die deutsche Religionswissenschaft im transnationalen Fachdiskurs: Vier Thesen“. Die Veranstaltung in der Aula der Alten Universität beginnt um 18 Uhr. Ein weiterer öffentlicher Vortrag steht am Tag darauf, am 15. September, auf dem Programm: In einem englischsprachigen Beitrag von Ronald Hutton von der University of Bristol (Großbritannien) wird es um die Frage: „Why Do People Fear Witches?“ gehen. Dieser Vortrag im Hörsaal 13 der Neuen Universität beginnt um 16 Uhr.
Den von der DVRW alle zwei Jahre vergebenen Preis für „hervorragende Dissertationen im Fach Religionswissenschaft an einer deutschen Universität“ erhalten Isabel Laack von der Universität Heidelberg und Sebastian Schüler von der Universität Münster. Laack wird für ihre Arbeit über „Religion und Musik in Glastonbury. Eine Fallstudie zu gegenwärtigen Formen religiöser Identitätsdiskurse“ ausgezeichnet. Die Studie von Schüler trägt den Titel „Religion, Kognition, Evolution. Eine religionswissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Cognitive Science of Religion“. Die mit insgesamt 2.000 Euro dotierte Auszeichnung wird im Rahmen der Jahrestagung am 15. September im Hörsaal 13 der Neuen Universität verliehen. Beginn ist 19.30 Uhr.
Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hat die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bau Eine Profilbestimmung angesichts steigender gesellschaftlicher Relevanz“ können unter der Adresse www.zegk.uni-heidelberg.de/religionswissenschaft/dvrw2011/ abgerufen werden.
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