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Spitze im Personalwesen
23 September 2011 - UNI-KOELN
Personalmagazin wählt vier Kölner Professoren unter die Top 40 der führenden Köpfe im Personalwesen
Die Uni Köln hat Gewicht im Personalwesen. In die Personalliste des renommierten Personalmagazins wurden dieses Jahr wieder vier Kölner Professoren aufgenommen: drei von der juristischen Fakultät, einer von der WiSo-Fakultät. Die Juristen Martin Henssler, Ulrich Preis, Björn Gaul sowie der Personalökonom Dirk Sliwka wurden auch dieses Jahr in die Liste der führenden Köpfe im Personalwesen gewählt. Die Wissenschaftler wurden vor allem wegen ihrer wissenschaftlichen Kompetenz bei gleichzeitiger Praxisausrichtung ausgewählt.
Professor Ulrich Preis, Mitglied des Hochschulrats der Universität zu Köln und Leiter des Instituts für Deutsches und Europäisches Arbeits- und Sozialrecht ist erfreut über die Wahl der Kölner Professoren. Er selbst ist bereits seit acht Jahren in dem Ranking vertreten. ,,Ich freue mich, dass das, was wir hier an der Universität machen, auch praktisch wahrgenommen wird", so Preis. Der Arbeitsrechtler gilt als Autorität des Vertrags-, Kündigungsschutz- und Befristungsrechts. Seine Meinung hat im Falle gerichtlicher Auseinandersetzungen hohes Gewicht. Die Gründe für seine zentrale Position im Personalrecht sieht Preis in kontinuierlicher Arbeit auf hohem Niveau. Neben der steten Arbeit liege es aber auch an der Hinwendung zu praktischen Fragen: ,,Es liegt auch an der Bereitschaft, sich fundiert zu aktuellen Themen zu äußern."
Auch Professor Martin Henssler vom Institut für Arbeits- und Wirtschaftsrecht zählt zu den deutschen Autoritäten im Personalrecht und wurde schon mehrfach in die Liste gewählt. Die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis, die Henssler an seinem Institut pflege, habe Vorbildcharakter, so das Personalmagazin. Der bekannte Jurist ist Präsident des Deutschen Juristentages und geschäftsführender Vorstand der Zivilrechtslehrervereinigung. Er gilt als Brückenbauer zwischen Praxis und Wissenschaft. ,,Man muss den Praktikern deutlich machen, dass man an einem Gedankenaustausch interessiert ist", sagt Henssler. Für den Juristen eine Voraussetzung für die gesellschaftliche Relevanz seines Faches: ,,Wir möchten hier Rechtswissenschaft betreiben, die auch eine gewisse Ausstrahlung auf Rechtsprechung und Gesetzgebung hat. Wir haben eine Mitverantwortung für die Fortentwicklung des Rechtssystems."
Professor Björn Gaul ist Rechtsanwalt und außerplanmäßiger Professor an der Universität zu Köln mit der venia legendi für Bürgerliches Recht, Handels- und Arbeitsrecht. Der Spagat zwischen beiden Welten gelingt ihm gut. ,,Meine Zielsetzung der Arbeit an der Universität ist die Brücke zwischen Wissenschaft einerseits und Praxis andererseits. Dies gilt für das individuelle und kollektive Arbeitsrecht gleichermaßen." Auch Gaul wurde bereits mehrfach in die Liste aufgenommen. ,,Wenn man aus vielen tausend Anwälten ausgewählt wird als jemand, der für die Personalpraxis wichtig sein soll, dann ist es das eine schöne Sache", so Gaul. Seine anwaltliche Beratung liegt im Zusammenhang mit Veränderungsprozessen wie Restrukturierung, Post-Merger-Integration oder Flexibilisierung. Im Mittelpunkt stehen dabei Verhandlungen mit Gewerkschaften und unternehmensbezogenen Arbeitnehmervertretungen.
Professor Dirk Sliwka ist Inhaber des Lehrstuhls am Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Personalwirtschaftslehre. Auch er wurde wegen der Verbindung von akademisch anspruchsvoller Forschung und engem Praxisbezug zum wiederholten Mal in die Liste gewählt. Sliwka untersucht die Wirkung von Personalinstrumenten in Unternehmen. Insbesondere beschäftigt er sich mit der Gestaltung von Anreizsystemen aber auch gerade zur Zeit mit Themen des Talent- und Diversity Managements.
Die Personalliste wird seit acht Jahren alle zwei Jahre vom Personalmagazin veröffentlicht. Darin enthalten sind die wichtigsten Köpfe der deutschen Personaler-Szene: Personalmanager, Berater, Personalforscher, Juristen. In einem umfangreichen Prozess, an dem sechzig Kenner der Szene, die Leser des Magazins und die Redaktion beteiligt sind, werden die jeweils führenden Köpfe gekürt.
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