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,,Schutzverantwortung - Universale Norm oder nur Schall und Rauch"
Professor Harald Müller hält 10. Eschenburg-Vorlesung des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Tübingen
Bereits zum 10. Mal veranstaltet das Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen am Mittwoch, dem 16. November, die Theodor Eschenburg-Vorlesung, die an den Gründer des Tübinger Instituts erinnert. Professor Harald Müller hält die Festrede zum Thema ,,Schutzverantwortung (Responsibility to Protect) - Universale Norm oder nur Schall und Rauch". Die Veranstaltung beginnt um 18.15 Uhr im Audimax in der Neuen Aula.
Harald Müller ist Professor für Internationale Beziehungen an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a.M. sowie geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. In seinem Vortrag setzt er sich mit der sogenannten internationalen Schutzverantwortung (Responsibility to Protect oder R2P) auseinander, die etwa durch den NATO-Einsatz in Libyen einmal mehr in den Fokus politischer und politikwissenschaftlicher Diskussionen gerückt ist. Die R2P wurde erstmals in dem Bericht einer internationalen Kommission zu Interventionen und staatlicher Souveränität im Jahr 2001 erwähnt. Das völkerrechtliche Konzept der internationalen Schutzverantwortung enthält eine Spannung zwischen nationalstaatlicher Souveränität einerseits und humanitären Erwägungen andererseits. Dies wirft eine Reihe interessanter und diskussionswürdiger Fragen auf.
Der Politikwissenschaftler Theodor Eschenburg (1904-1999) ist Gründer des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Tübingen. Seit 2002 organisiert das Institut die jährliche Eschenburg-Vorlesung. Der Festvortrag wird unterstützt durch die Theodor Eschenburg-Stiftung und Polis, den Förderverein für Politikwissenschaft an der Universität Tübingen e.V.
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