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Quantenfische
Die Stringtheorie und die Suche nach einer Weltformel
Vielleicht gibt es neben unserer Welt zahlreiche weitere Parallelwelten - möglich wäre das, sollte sich die Stringtheorie als richtig erweisen. Unter Stringtheorie versteht man einen Ansatz in der Physik, nach dem die Grundbausteine der Materie nicht punktförmige Elementarteilchen, sondern eindimensionale Energiefäden - sogenannte Strings - sind. Die Stringtheorie soll Relativitätstheorie und Quantenmechanik in sich vereinen, sodass alle bisher beobachteten Fundamentalkräfte der Physik einheitlich erklärt werden können - damit ist dieser Ansatz der heißeste Kandidat für die Entwicklung einer Weltformel. Das von uns beobachtete Universum wäre dann vermutlich eine winzige Blase in einem viel größeren Gebilde, dem Multiversum. Der theoretische Physiker Dieter Lüst, Professor für Mathematische Physik und Stringtheorie an der LMU, veranschaulicht die Stringtheorie in seinem Buch ,,Quantenfische" mithilfe eines Märchens: Eines Tages entdecken Fische, dass alles in ihrem Teich - einschließlich sie selbst - aus Urbausteinen besteht, die sie Quantenfische nennen. Dieser Entdeckung folgen viele weitere Forschungen und schließlich erkennen die Fische, dass neben ihrem eigenen Teich viele weitere Teiche existieren. Damit gehen die Fische über das ihnen bekannte Universum hinaus und betreten ein Multiversum zahlreicher verschiedener Möglichkeiten - in denen andere Bedingungen herrschen und andere Naturgesetze gelten als in ihrer heimischen Welt. Mit den Quantenfischen als bildhafter Vorlage beschreibt Lüst den derzeitigen Stand des Wissens über den Kosmos und geht dabei insbesondere auf die Frage ein, ob die Naturgesetze eindeutig sind und welche Argumente für die Existenz eines Multiversums sprechen - ,,wobei die Stringtheorie als Antwort auf diese Frage vorschlägt: Die Gesetze der Physik sind hochgradig nichteindeutig, dies jedoch in einer sehr präzisen und erklärbaren Art und Weise", so Lüst. (göd)
Publikation:
Quantenfische. Die Stringtheorie und die Suche nach der Weltformel
Dieter Lüst
2011. 381 Seiten
ISBN 978-3-406-62285-4
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