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Preis des polnischen Botschafters verliehen
7 December 2011 - UNI-LEIPZIG
Der Botschafter der Republik Polen, Marek Prawda, hat am Dienstagabend in Leipzig seinen wissenschaftlichen Förderpreis verliehen. Am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas der Universität Leipzig (GWZO) ehrte er sieben Verfasser wissenschaftlicher Arbeiten. Unter anderem wurde Elisabeth Lehmann von der Universität Leipzig für ihre Diplomarbeit "Die Berichterstattung der polnischen Medien über die Deutschen während der Kaczyński-Herrschaft" ausgezeichnet.
Der mit 2.000 Euro dotierte wissenschaftliche Förderpreis in der Kategorie Dissertation ging an Tim Buchen von der Technischen Universität Berlin. Den wissenschaftlichen Förderpreis in der Kategorie Abschlussarbeit, der mit 1.000 Euro verbunden ist, erhielt Anna Baumgartner von der Freien Universität Berlin. Den mit je 750 Euro dotierten Sonderpreis der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit teilten sich Kinga Kuligowska und Max Spohn von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder.
Die mit insgesamt 4.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde zum vierten Mal vergeben. Damit werden herausragende Dissertationen und Abschlussarbeiten aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften zur polnischen Geschichte und Kultur sowie den deutsch-polnischen Beziehungen geehrt.
Mit der Preisverleihung in Leipzig wird auch der Standort gewürdigt. In Leipzig, der Partnerstadt Krakóws, sind zahlreiche intensive Forschungs-, Kultur- und Wirtschaftskontakte nach Polen gebündelt. So unterhält die Universität Partnerschaften zu den Universitäten in Wroclaw und Krakow mit Lehr- und Forschungsschwerpunkten unter anderem in der Slavistik, der Geschichte und am Institut für Internationale Wirtschaftsbeziehungen. Das Global and European Studies Institute (GESI) arbeitet im Rahmen eines Erasmus-Mundus-Masterprogramms eng mit der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Breslau zusammen.
Den Bezug zu unserem Nachbarland auch außerhalb der Universität zeigen beispielsweise das Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und Osteuropa (MOEZ), das Institut für Länderkunde, das Polnische Institut Leipzig sowie ein Polnisch-Deutscher Unternehmerstammtisch mit etwa 90 Mitgliedern und der Studentenklub "apropos polen". Leipzig ist zudem Heimat der 1774 gegründeten Societas Jablonoviana, der ältestesten polnischen Wissenschaftseinrichtung außerhalb Polens. Das Polnische Honorarkonsulat in Leipzig wird am 10. Januar 2012 eröffnet. Zudem findet die Gremiensitzung von Vorstand und Wissenschaftlichem Beirat der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung unter Leitung von Rita Süssmuth in Leipzig statt.
Ein gemeinsam von der Universität Leipzig und vom Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und
Osteuropa (MOEZ) beantragtes Zentrum für Polenstudien soll die umfangreiche Polenexpertise und die starken deutsch-polnischen Netzwerke der Leipziger Institutionen zusammenführen. Dieses wird im Falle der Bewilligung von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst für mindestens drei Jahre gefördert.
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