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Plan B: Interdisziplinäres Szenariospiel zu den Folgen des Klimawandels
Wie beeinflussen politische und technologische Weichenstellungen den Klimawandel und welchen Herausforderungen und Problemen stehen die Akteure auf internationaler Ebene dabei gegenüber? Mit einem interdisziplinären Szenariospiel gehen Studierende der Marsilius-Studien, einem Ergänzungsstudiengang des Marsilius-Kollegs der Universität Heidelberg, diesen Fragen nach. Im Rahmen des Seminars „,Plan B’ für die Erde? Klimawandel, internationale Klimapolitik und die Option Climate Engineering“ werden die Teilnehmer aus Geografie, Physik, Politikwissenschaft und weiteren Disziplinen mit drei möglichen Szenarien eines veränderten Klimas im Jahr 2050 konfrontiert, deren Entwicklung sie rekonstruieren müssen. Das Seminar wurde von Mitgliedern des Projekts „The Global Governance of Climate Engineering“ entwickelt, das vom Marsilius-Kolleg gefördert wird. Das Kolleg ist eine zentrale Maßnahme des Zukunftskonzepts der Ruperto Carola in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder und setzt mit den von ihm geförderten Projekten vielfältige Impulse in Forschung und Lehre.
Das interdisziplinäre Marsilius-Projekt beschäftigt sich kritisch mit „Climate Engineering", einer bislang nur wenig diskutierten und sehr umstrittenen Option im Umgang mit dem Klimawandel. Darunter versteht man die gezielte Beeinflussung des Klimas mit technologischen Mitteln, etwa das solare Strahlungsmanagement (SRM) zur Reduzierung der Sonneneinstrahlung. „Ziel unseres Szenariospiels mit vier interdisziplinären Teams ist es, aus verschiedenen fachlichen Blickwinkeln die Chancen und Risiken bei der Erforschung und dem Einsatz von SRM zu verdeutlichen“, erklärt der Politikwissenschaftler Sebastian Harnisch, einer der vier Leiter des Seminars. Die Teilnehmer müssen zu drei verschiedenen Szenarien – gut, schlecht, schlimm – verschiedene Aufgabenstellungen bearbeiten. „Es geht dabei um die Rekonstruktion von Entwicklungspfaden für das solare Strahlungsmanagement in einer Welt, in der die negativen Folgen des Klimawandels bereits deutlich sichtbar geworden sind“, erläutert Nicole Vollweiler, die Seminarleiterin aus der Physischen Geografie.
Die Veranstaltung „,Plan B’ für die Erde? Klimawandel, internationale Klimapolitik und die Option Climate Engineering“ ist ein sogenanntes Brückenseminar der Marsilius-Studien, die als Ergänzungsstudiengang den akademischen Nachwuchs mit Methoden und Instrumenten interdisziplinärer Zusammenarbeit vertraut machen. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem neu gegründeten Heidelberg Center for the Environment (HCE) durchgeführt, dem auch die weiteren Seminarleiter Vollweiler, Werner Aeschbach-Hertig und Ulrich Platt angehören. Das Szenario-Spiel wird derzeit im Seminar vorbereitet und wird dann als Blockveranstaltung am 20. und 21. Januar 2012 stattfinden. Es ist hervorgegangen aus einer internationalen Sommerschule in Kanada im August 2011, die von der Marsilius-Projektgruppe zusammen mit der kanadischen University of Calgary, der Harvard University in Cambridge (USA), der Carnegie Mellon University in Pittsburgh (USA) und der University of Oxford organisiert wurde.
Die Arbeit des Marsilius-Kollegs ist darauf ausgerichtet, ausgewählte Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Wissenschaftskulturen zusammenzuführen. Damit soll der forschungsbezogene Dialog zwischen Geistes-, Rechts- und Sozialwissenschaften einerseits und den Natur- und Lebenswissenschaften andererseits gef
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