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Neuer Kunstrasenplatz an der Uni eingeweiht
Institut für Sportwissenschaft erhält Ausweichflächen am südöstlichen Rand des Campus
Die Sportstätten auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erfreuen sich großer Beliebtheit und werden von den Studierenden intensiv genutzt. Im Sportstadion ist der Naturrasen dadurch großen Belastungen ausgesetzt und in einer guten Qualität nur schwer zu erhalten. Nun hat das Institut für Sportwissenschaft einen Kunstrasenplatz erhalten, auf dem auch bei etwas schlechterem Wetter intensiv trainiert und gespielt werden kann. Der neue Kunstrasenplatz südlich des Dalheimer-Wegs wurde am Dienstag mit rd. 70 Gästen feierlich eingeweiht. Die Finanzierung des Platzes erfolgte mit zusätzlichen Investitionen des rheinland-pfälzischen Sonderprogramms "Für unser Land: Arbeitsplätze sichern - Unternehmen unterstützen - nachhaltig investieren" im Rahmen des bundesweiten Konjunkturprogramms II.
Der Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Michael Ebling, unterstrich: "Die Einweihung dieses neuen Kunstrasenplatzes mag zwar im Vergleich zu anderen Baumaßnahmen an der Mainzer Universität - wie bspw. dem erst vor rd. zwei Monaten gefeierten Richtfest am Neubau für die Sozialwissenschaften - bescheidener wirken. Diese Baumaßnahme ist deswegen aber nicht weniger wichtig. Die von Land und Bund investierten ¤1,2 Mio., mit denen auch noch ein neuer Naturrasenplatz entstand, sind gut angelegt. Denn diese Erweiterungen kommen nicht nur den Studierenden am Institut für Sportwissenschaft zugute und verbessern damit die Rahmenbedingungen für ein qualitativ anspruchsvolles Studium in diesem Studienfach. Verbessert werden auch die Voraussetzungen für ein breites Angebot im Allgemeinen Hochschulsport und das hilft, gute Bedingungen für alle Studierenden der Universität zu schaffen." Damit werde die Universität auf dem bereits in den vergangenen Jahren erfolgreich beschrittenen Weg unterstützt, mehr jungen Menschen die Möglichkeit zu einer qualitativ hochwertigen akademischen Ausbildung zu eröffnen, hielt der Staatssekretär mit Blick auf die bereits gemeisterten und die noch bevorstehenden Herausforderungen durch den Hochschulpakt von Bund und Ländern fest.
Die zusätzliche Sportfläche wurde v.a. wegen der konstant steigenden Teilnehmerzahlen des Allgemeinen Hochschulsports nötig, aber auch infolge des neuen Angebots an Bachelor- und Masterstudiengängen. "Dem Institut für Sportwissenschaft war an einem Spielfeld gelegen, das sowohl in Bezug auf die Nutzungshäufigkeit als auch im Hinblick auf die Witterung nahezu uneingeschränkt nutzbar ist. Für diese erhöhte Anforderung ist ein Kunstrasenplatz die erste Wahl", sagte der Kanzler der JGU, Götz Scholz, bei der Einweihung. Der Geschäftsführende Leiter des Instituts für Sportwissenschaft, Univ.- Wolfgang Schöllhorn, hob hervor, dass die Nutzerzahlen gerade beim Allgemeinen Hochschulsport in den vergangenen Jahren konstant gestiegen sind und mittlerweile etwa bei 10.000 Teilnehmern pro Semester liegen. Auch sei für die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge eine andere Infrastruktur als bisher nötig. Derzeit zählt das Institut für Sportwissenschaft 1.500 Studierende, aber es geht davon aus, dass wie in den anderen Fächern auch mit deutlich steigenden Studierendenzahlen zum kommenden Wintersemester zu rechnen ist.
Der Kunstrasenplatz liegt in unmittelbarer Nähe des Sportinstituts gegenüber der Sporthalle und des botanischen Gartens. Seine Größe entspricht mit 64 m Breite und 94 m Länge einem normalen Fußballfeld. Die Linierung ist für Fußballspiele und Rugby gleichermaßen ausgelegt und dank einer Flutlichtanlage kann das Gelände auch bei Dunkelheit am Abend genutzt werden. Direkt daneben wurde noch ein etwas kleinerer Naturrasenplatz erstellt, so dass sich die Kosten auf insgesamt ¤1,2 Mio. beliefen.
Der Einweihung der neuen Anlage, die mit einer Tanzdarbietung und Torschießen ihre sportlichen Höhepunkte hatte, schloss sich die Präsentation des völlig neu konzipierten Bewegungslabors an. Unter der Leitung von Schöllhorn werden hier künftig in enger Kooperation mit den Sportfachverbänden von Land und Bund Bewegungsanalysen und neue Trainingsansätze angeboten. "In dem neuen Bewegungslabor wird Bewegungs- und Leistungsdiagnostik auf neuestem Stand der Technik betrieben", erläutert Schöllhorn. Es werden Menschen anhand ihrer Bewegung erkannt. Der Einfluss von Emotionen, vom Ermüdungsgrad und von Musik auf Gehmuster wird untersucht. Ebenfalls werden Lernprozesse von Bewegungen, beim Schreiberwerb oder in der Musik optimiert und in Kooperation mit der Chinesischen Qigong-Assoziation werden fernöstliche Heil- und Trainingsmethoden in Bezug auf Sport erforscht. Das Bewegungs- und Ganglabor bildet eine der Grundlagen für das in Vorbereitung befindliche Qigongzentrum Deutschland und Europa in Kooperation mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG).
Das Institut für Sportwissenschaft (ISW) der Johannes Gutenberg-Universität ist die traditionsreichste und größte sportwissenschaftliche Einrichtung in Rheinland-Pfalz. Dazu gehören Abteilungen für Sportmedizin, Sportgeschichte, Sportsoziologie, Sportpädagogik und Sportpsychologie, Sportökonomie wie auch Trainings- und Bewegungswissenschaft. Es wird eine breite Palette an Individual- und Mannschaftssportarten sowie weiteren Sportaktivitäten wie Fitnesssport, Windsurfen, Segeln, Skilauf, Snowboarden und Mountainbike angeboten. Das Institut für Sportwissenschaft verbindet vielfältige Aspekte moderner Sportwissenschaft in Lehre und Forschung und gibt sie in Theorie und Praxis an die Studierenden weiter.
(v.l.) Holger Basten (Geschäftsführer des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung), Staatssekretär Michael Ebling, Univ.- Wolfgang Schöllhorn (Geschäftsführender Leiter des Instituts für Sportwissenschaft) und Götz Scholz (Kanzler der JGU)
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