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Neue Sonderausstellung im Ägyptischen Museum
15 February 2012 - UNI-BONN

Der ibisköpfige Gott Thot rezitiert eine Opferformel für den Verstorbenen und seine Begleiterin, um deren Versorgung im Jenseits sicherzustellen (Ausschnitt aus dem Totenbuchpapyrus des Anch-ef-en-Amun, um 1000 v. Chr., Staatliche Kunstsammlungen Dresden).
Über 20 Jahre lang sammelten Ägyptologen der Universität Bonn im weltweit einzigartigen ,,Totenbuch"-Projekt einen umfangreichen Wissensschatz über das ,,Totenbuch" an, einer Art Bedienungsanleitung für das Jenseits aus der Zeit des alten Ägyptens. In diesem Frühjahr, vom 2. März bis zum 20. Mai 2012, präsentieren sie erstmals die Ergebnisse ihrer Arbeit öffentlich in einer Sonderausstellung.
Das ,,Totenbuch" war mehr als 1.500 Jahre der am weitesten verbreitete Jenseitstext im alten Ägypten. Es stattete seinen Besitzer mit besonderen Befähigungen und Kenntnissen für die Existenz im Jenseits aus, um ihm spezielles Wissen und nötigen Schutz zu gewährleisten. 1991 begannen Bonner Wissenschaftler damit, systematisch Informationen und Bildmaterial über alle noch existierenden Exemplare des Totenbuchs zusammenzutragen.
Unter dem Namen ,,Grenzen des Totenbuchs. Ägyptische Papyri zwischen Grab und Ritual" zeigt die Ausstellung rund 25 Objekte, die sowohl aus den Beständen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, aus einer Hamburger Privatsammlung und aus den Magazinen des Ägyptischen Museums stammen.
Vertreter der Medien haben am
Dienstag, 28. Februar 2012, um 11 Uhr
im Ägyptischen Museum der Universität Bonn
Regina-Pacis-Weg 7, 53113 Bonn
Gelegenheit, die Ausstellung und Katalog vorab kennen zu lernen. Als werden zur Verfügung stehen:
- Marcus Müller (stellv. Leiter des Totenbuch-Projekts),
- Ludwig Morenz (Direktor des Ägyptischen Museums),
- Martin Fitzenreiter (Kurator des Ägyptischen Museums) und
- des. Michael Höveler-Müller (Kurator der Sonderausstellung).
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