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Mit einem Lächeln Schmerzen lindern und mit Worten von Sorgen befreien
30 Jahre Grüne Damen an der Universitätsmedizin Mainz
Mit einem Lächeln Schmerzen lindern und mit Worten von Sorgen befreien - dafür sind die Grünen Damen der Universitätsmedizin Mainz bekannt. In diesem Jahr feiern sie ihr 30-jähriges Jubiläum. Seit 1981 tragen die Ehrenamtlichen dazu bei, dass sich die Patienten der Universitätsmedizin gut aufgehoben fühlen. Einmal pro Woche besuchen die 25 Grünen Damen für mehrere Stunden Patienten auf verschiedene Stationen. Sie bringen Ruhe und Zeit mit, bieten Nähe, hören zu, fühlen mit und organisieren Kleinigkeiten. Ein Angebot, das gern angenommen wird, insbesondere von Älteren und jenen, die wenig Besuch bekommen.
Mit kleinen Dingen große Freunde machen - das ist das Anliegen des freiwilligen Besuchsdiensts. "Die scheinbaren Kleinigkeiten des Lebens sind unser Aufgabenfeld. Ohne Zeitdruck ein paar wärmende Worte, ein offenes Ohr, ein Lächeln, das bedeutet den meisten Patienten schon viel", berichtet Herta Weinhardt, eine der Leiterinnen der Grünen Damen. Kontaktfreudig und einfühlsam stehen sie für Gespräche bereit, erfüllen persönliche Wünsche wie die Lieblingszeitschrift oder organisieren Dingen des täglichen Bedarfs wie die fehlende Zahnbürste. Die Themen, die in den Gesprächen zur Sprache kommen, sind so vielfältig und verschieden, wie die Patienten selbst. Das Spektrum reicht vom Wetter, über Zeitgeschehen bis hin zur persönlichen Krankheitsgeschichte.
"Die eigene Krankheit und deren Behandlung lässt die wenigsten unberührt. Manche Patienten versuchen allerdings, vor Familie und Freunden Stärke zu zeigen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich diese Menschen uns als neutralen Gesprächspartnern leichter öffnen und es positiv für sie ist, auch mal über ihre Ängste und Sorgen zu reden", so Weinhardt. Und ergänzt: "Auch in diesem Punkt sind wir eine gute Ergänzung zu den Hauptamtlichen, mit denen wir hier in der Universitätsmedizin gut kooperieren. Außerdem bekommen wir für unser Engagement ein Vielfaches von den Menschen zurück."
Für den Pflegevorstand der Universitätsmedizin Mainz, Evelyn Möhlenkamp, ist die Tätigkeit der Grünen Damen von unschätzbarem Wert: "Sie geben unseren Patienten etwas, was wir für Geld nicht erwerben können, nämlich Zeit und die Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen und zuzuhören. Sie sind aus unserem Klinikalltag nicht mehr wegzudenken."
Der Besuchsdienst der Grünen Damen in Mainz ist der Ökumenischen Krankenhaus- und Altenheimhilfe angeschlossen. Er wurde 1981 von Hildegard Bäßler, zu dieser Zeit selbst Patientin, ins Leben gerufen. Nach einer anfänglichen Versuchsphase und der tatkräftigen Unterstützung durch ihren Bekanntenkreis, gelang es, die Mainzer Grünen Damen rasch zu etablieren. Die Grünen Damen suchen ständig weitere ehrenamtliche Helfer.
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