- Medicine - 15:00
Lebensqualität nach Schilddrüsenkrebs - Media Sciences - 14:00
Medienpreis für Ali Samadi Ahadi - Administration - 12:00
Ausbau der Kooperation zwischen Berlin und St. Petersburg - History - 11:00
»Typogravieh Lebt 8/∞ – End of Line« in diesem Jahr mit Filmpremiere - Medicine - 10:00
Heigl- Preis für Psychotherapieforschung - Medicine - 10:00
Förderung für Leipziger Forschung zum erblichen Darmkrebs - Administration - 10:00
Alumni- Tag 2012: Themen und Persönlichkeiten aus Geschichte und Gegenwart - Medicine - 09:00
Die lange Geschichte der Fettsucht - Physics - May 24
Beim ,,Campus der Zukunft" der Universität Tübingen darf nicht zu klein gedacht werden - Physics - May 24
Eine Vielfalt an Ideen - Psychology - May 24
Vorbeugen statt strafen - Agronomy - May 24
Auszeichnung der Kieler Agrarwissenschaften geht an Rapszüchter - Business - May 24
Universität Bonn glänzt im Förderranking der DFG - Pedagogy - May 24
Stiftung Würth ermöglicht Professur für Kinderneuroorthopädie und Cerebralparese - Administration - May 24
Neuer DFG- Förderatlas: Universität Tübingen bleibt auf Platz 14 - Environmental Sciences - May 24
,,LebensWelten" locken in die Bonner Innenstadt
Administration
Chemistry
Mathematics
Physics
Computer Science
Environmental Sciences
Life Sciences
Medicine
Business
Law
Literature
History
Pedagogy
Social Sciences
Media Sciences
Arts
» » more
Mit einem 60-Tonnen-Kran in die Antike

Der Blick in den freigelegten zwölfeckigen Bau. Foto: WWU - Lutterbeck
Archäologen der Forschungsstelle Asia Minor berichten von Ausgrabungen in der Türkei
Seit rund zehn Jahren legen Archäologen der Universität Münster Schritt für Schritt die Überreste der antiken Stadt Alexandria Troas in der heutigen Türkei frei. Dabei fördern sie immer neue, bedeutsame Funde ans Tageslicht. In der diesjährigen Grabungssaison stellte das Projekt die Wissenschaftler vor eine große Herausforderung: Sie legten ein großes zwölfeckiges römisches Gebäude frei, das durch ein Erdbeben in der Spätantike unter einer meterhohen Schutt- und Trümmerschicht begraben worden war. Die Forscher mussten schweres Räumgerät einsetzen, um die Überreste des Gebäudes zu bergen.
"Es ging nicht allein darum, die Schuttschicht abzutragen", erklärt Elmar Schwertheim, der mit seinem sechsköpfigen Team von der Forschungsstelle Asia Minor in die Türkei gereist war. Unter den Trümmern waren neben Bruchstücken der umstehenden Gebäude auch tonnenschwere Teile des zwölfeckigen Baus. Es galt, diese meterlangen, kunstvoll verzierten Marmorbauteile, die einst die antiken Fassaden und Säulen schmückten, zu bergen und zu sichern. Dazu benötigten die Wissenschaftler einen 60-Tonnen-Kran.
Die Archäologen legten eine Reihe großer Blöcke mit Hacke und Schaufel zunächst soweit wie möglich frei. Die eigentliche Bergung lief dann innerhalb eines Tages ab. "Das war sehr aufregend – für uns war es der erste Einsatz mit solch schwerem Gerät", erinnert sich Archäologin Ulrike Rübesam. "Aber der Kranführer war sehr umsichtig – es wurde nichts beschädigt." Elmar Schwertheim betont: "Zu den Aufgaben von Archäologen gehört eben nicht nur die Arbeit mit 'Schüppchen und Pinselchen'."
Wieder daheim geht die Arbeit für das Team nun weiter – die Wissenschaftler werten die Daten aus, die sie gesammelt haben. "Es gibt kein vergleichbares Gebäude in der Türkei. Um herauszufinden, welche Bedeutung der zwölfeckige Bau hatte, der wohl aus dem 2. Jahrhundert nach Christus stammt, müssen wir Anhaltspunkte erst einmal vom Symbolgehalt der Zahl Zwölf ableiten. Dieser reicht vom 'Zwölftafelgesetz' über die 'Zwölf Götter Roms' bis zu den 'Zwölf Aposteln'", erklärt Elmar Schwertheim. Sein Fazit zur Grabungssaison 2011 lautet: "Unsere Ausgrabungen waren wieder ein voller Erfolg. Zwar werden erst die Arbeiten der nächsten Jahre Aufschluss über die Bedeutung der Funde geben, aber wir haben einen verheißungsvollen Anfang gemacht."
Alexandria Troas
Alexandria Troas war in der Antike eine wichtige Stadt – spätestens seit den Zeiten des römischen Kaisers Claudius, der vor etwa 2000 Jahren gelebt hat. Sie liegt im Westen der Türkei an der Ägäisküste.
Von Anfang August bis Ende September treffen sich die münsterschen Archäologen jährlich mit Wissenschaftlern aus der Türkei und von anderen deutschen Universitäten, um die Grabungen voranzubringen. Seit Beginn des Projektes vor rund zehn Jahren haben die Wissenschaftler unter anderem den zentralen Tempel des römischen Forums (eines großen Platzes im Stadtzentrum) ausgegraben. Einen weiteren Bau – das Odeion, eine Art überdachtes Theater, das neben dem zwölfeckigen Gebäude auf dem Forum steht – haben sie bisher an der Frontseite freigelegt. "Es war vielleicht das Versammlungshaus der ökumenischen griechischen Künstlervereinigung, die zu Beginn des 2. Jahrhunderts nach Christus eine neue Blüte erlebte", erklärt Elmar Schwertheim. "Eine große Inschrift mit drei Briefen des Kaisers Hadrian an diese Vereinigung zeugt von der Weltgeltung der Stadt."
Zu Zeiten des Kaisers Claudius besuchte der christliche Apostel Paulus die Stadt mindestens zweimal. Spuren von ihm haben die Wissenschaftler aus Münster in dem schon am Ende des 4. Jahrhunderts vor Christus gebauten großen Stadttor gesucht, durch das auch Paulus einst die Stadt betreten haben muss. In den vergangenen Jahren haben die Archäologen einen spätrömischen Bau an-, aber noch nicht vollständig ausgegraben – möglicherweise handelt es sich dabei um einen Kirchenbau, der an Paulus erinnern soll.
Die Ausgrabungen wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Historisch-Archäologischen Freundeskreis e. V. in Münster von der SAMSON AG, Frankfurt unterstützt.
Last job offers
- Law - 21.5
Doctoral Programme at the Law School of the University of Basel - Earth Sciences - 26.4
PhD Thesis in Geomicrobiology, Institute for Geosciences, University of Tübingen - Pedagogy - 24.5
Schulpädagogik (mit dem Schwerpunkten Schulforschung und Allgemeine Didaktik) - Pedagogy - 24.5
Professur für Erziehungswissenschaft (Allgemeine Pädagogik) - Business - 24.5
Juniorprofessur für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Advanced Business Analytics - Literature - 24.5
Universitätsprofessur für Deutsche Philologie (Neuere deutsche Literatur mit einem Schwerpunkt im Bereich... - Law - 24.5
Juniorprofessur für Bürgerliches Recht und ein Grundlagenfach - Computer Science - 24.5
Universitätsprofessorin / Universitätsprofessor, Fakultät für Angewandte Informatik



» Share this page: