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Millionenschwere Förderung für ICCAS
5 December 2011 - UNI-LEIPZIG
Das Innovationszentrum für Computerassistierte Chirurgie (ICCAS), die Einrichtung an der Leipziger Medizinischen Fakultät zur Entwicklung computergestützte Assistenzsysteme im Operationssaal, erhält einen neuen, zukunftsweisenden Baustein. Der Prototyp für einen OP-Saal wird mit 2,3 Mio. Euro vom BMBF gefördert. Am Nikolaustag eingeweiht wird das Raumkonzept und die bauliche Basis für Geräteanbindungen. Darüber hinaus ist eine weitere Nachwuchsgruppen am Start, die über 5 Jahre verteilt 3,5 Mio. Euro Fördergelder erhält.
Zeit: 06.12.2011, 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr
Ort: ICCAS, Semmelweisstraße 14, 04103 Leipzig
Als Ergebnis der jüngsten Forschungen stellt ICCAS ein völlig neuartiges Raumkonzept vor, das für 2 Millionen Euro nach modernsten, chirurgischen Bedürfnissen entwickelt wurde. Es dient als Basis für anstehende Geräteanbindungen.
Im OP-Raum der Zukunft sind beispielsweise Lichtquellen so installiert, dass Schattenwurf vermieden wird. Gerätewagen können nach Bedarf über Schienen ferngesteuert werden. über einen von der Decke herabhängenden Versorgungsarm kann der Operateur nicht nur wesentliche Geräte zentral steuern, ihm und dem Team wird auch mehr Bewegungsfreiheit und ein ergonomisches Arbeitsumfeld geboten.
Zukunftsziel ist es, das Raumkonzept als OP-Standard-Architektur einzuführen. Beim andauernden Abgleich von notwendigen Arbeitsabläufen im OP mit den individuellen Patientendaten werden dem Operateur enorm viele, sich stetig ändernde Informationen bereitgestellt. Es gilt, ihm alle Daten übersichtlich und verlässlich aufeinander abgestimmt zur Verfügung zu stellen, ihn gleichzeitig aber nicht zu überfordern, auch optisch nicht.
Nachwuchsgruppen
Das Raumkonzept ist Ergebnis zurückliegender Forschungen, bei denen der Chirurg mit seinen Bedürfnissen im Zentrum stand. Minutiös wurden alle Arbeitsabläufe im Operationssaal erfasst, jeder einzelne Handgriff, jeder Instrumenteneinsatz und jede Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Die so gewonnenen Datenauswertungen helfen, Arbeitsabläufe im OP zu optimieren und sicherer zu machen. In den Nachwuchsgruppen, die sich aus Ingenieuren und Informatikern zusammensetzen, werden daraufhin Geräte, Software und ganze Assistenzsysteme entwickelt.
2011 wurde die zweite Förderphase von ICCAS eingeläutet. Die bisherige Forschungsarbeit wird fortgesetzt, insbesondere geht es nun an die klinische Umsetzung. Diese Aufgabe hat seit dem Frühjahr 2011 die Nachwuchsgruppe "Modellbasierte Automation und Integration im OP-Saal“ übernommen. Sie ist dafür da, sämtliche Informationen über Patienten und Eingriff sinnvoll zusammenzuführen und aufzubereiten. Außerdem wird die technologische Unterstützung für den Operateur weiter ausgebaut. Informationssysteme sollen Operationen überwachen, dem Chirurgen den aktuellen Stand wiedergeben und, wenn nötig, situationsabhängig in den Operationsverlauf eingreifen können. Weiterhin wird die Entwicklung eines Prototyps zur Systemüberwachung verschiedener Operationssäle von einem Kontrollraum aus, ähnlich einem Flughafen-Tower, angestrebt
Am 6. Dezember werden die neuesten Forschungsergebnisse aus dem ICCAS einem Expertengremium zur Begutachtung vorgestellt.
Hintergrund
ICCAS ist 2005 an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig mit zwei Nachwuchsforschungsgruppen gestartet, in denen fachübergreifend an der Entwicklung computergestützter Assistenzsysteme im Operationssaal zusammengearbeitet wird. Um neue Unterstützungssysteme zu entwickeln, wurden Arbeitsabläufe und Prozesse im OP analysiert. Grundlegende Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Informationstechnologie im OP wurden evaluiert und Prototypen von "intelligenten“ Assistenzsystemen entwickelt. ICCAS ist heute ein international wettbewerbsfähiges wissenschaftliches Zentrum und strebt mit seinen Konzepten für den digitalen OP neue Maßstäbe für die Sicherheit von Chirurgen und Patienten an. Assistenzsysteme im OP sollen helfen, Sicherheitslücken zu überbrücken.
Ort: ICCAS, Semmelweisstraße 14, 04103 Leipzig
Als Ergebnis der jüngsten Forschungen stellt ICCAS ein völlig neuartiges Raumkonzept vor, das für 2 Millionen Euro nach modernsten, chirurgischen Bedürfnissen entwickelt wurde. Es dient als Basis für anstehende Geräteanbindungen.
Im OP-Raum der Zukunft sind beispielsweise Lichtquellen so installiert, dass Schattenwurf vermieden wird. Gerätewagen können nach Bedarf über Schienen ferngesteuert werden. über einen von der Decke herabhängenden Versorgungsarm kann der Operateur nicht nur wesentliche Geräte zentral steuern, ihm und dem Team wird auch mehr Bewegungsfreiheit und ein ergonomisches Arbeitsumfeld geboten.
Zukunftsziel ist es, das Raumkonzept als OP-Standard-Architektur einzuführen. Beim andauernden Abgleich von notwendigen Arbeitsabläufen im OP mit den individuellen Patientendaten werden dem Operateur enorm viele, sich stetig ändernde Informationen bereitgestellt. Es gilt, ihm alle Daten übersichtlich und verlässlich aufeinander abgestimmt zur Verfügung zu stellen, ihn gleichzeitig aber nicht zu überfordern, auch optisch nicht.
Nachwuchsgruppen
Das Raumkonzept ist Ergebnis zurückliegender Forschungen, bei denen der Chirurg mit seinen Bedürfnissen im Zentrum stand. Minutiös wurden alle Arbeitsabläufe im Operationssaal erfasst, jeder einzelne Handgriff, jeder Instrumenteneinsatz und jede Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Die so gewonnenen Datenauswertungen helfen, Arbeitsabläufe im OP zu optimieren und sicherer zu machen. In den Nachwuchsgruppen, die sich aus Ingenieuren und Informatikern zusammensetzen, werden daraufhin Geräte, Software und ganze Assistenzsysteme entwickelt.
2011 wurde die zweite Förderphase von ICCAS eingeläutet. Die bisherige Forschungsarbeit wird fortgesetzt, insbesondere geht es nun an die klinische Umsetzung. Diese Aufgabe hat seit dem Frühjahr 2011 die Nachwuchsgruppe "Modellbasierte Automation und Integration im OP-Saal“ übernommen. Sie ist dafür da, sämtliche Informationen über Patienten und Eingriff sinnvoll zusammenzuführen und aufzubereiten. Außerdem wird die technologische Unterstützung für den Operateur weiter ausgebaut. Informationssysteme sollen Operationen überwachen, dem Chirurgen den aktuellen Stand wiedergeben und, wenn nötig, situationsabhängig in den Operationsverlauf eingreifen können. Weiterhin wird die Entwicklung eines Prototyps zur Systemüberwachung verschiedener Operationssäle von einem Kontrollraum aus, ähnlich einem Flughafen-Tower, angestrebt
Am 6. Dezember werden die neuesten Forschungsergebnisse aus dem ICCAS einem Expertengremium zur Begutachtung vorgestellt.
Hintergrund
ICCAS ist 2005 an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig mit zwei Nachwuchsforschungsgruppen gestartet, in denen fachübergreifend an der Entwicklung computergestützter Assistenzsysteme im Operationssaal zusammengearbeitet wird. Um neue Unterstützungssysteme zu entwickeln, wurden Arbeitsabläufe und Prozesse im OP analysiert. Grundlegende Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Informationstechnologie im OP wurden evaluiert und Prototypen von "intelligenten“ Assistenzsystemen entwickelt. ICCAS ist heute ein international wettbewerbsfähiges wissenschaftliches Zentrum und strebt mit seinen Konzepten für den digitalen OP neue Maßstäbe für die Sicherheit von Chirurgen und Patienten an. Assistenzsysteme im OP sollen helfen, Sicherheitslücken zu überbrücken.
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