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Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung wird modernisiert (PDF)
18 November 2011 - UNI-KIEL
Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung wird modernisiert
Haus schließt bis Herbst 2012 die Tore - Neue Dauerausstellung geplant -
Theatergeschichtliche Sammlung soll in die Brunswiker Straße 2
Für die Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung Kiel endet das Museumsjahr 2011 bereits
Haus schließt bis Herbst 2012 die Tore - Neue Dauerausstellung geplant -
Theatergeschichtliche Sammlung soll in die Brunswiker Straße 2
Für die Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung Kiel endet das Museumsjahr 2011 bereits
im November. Sie ist nur noch bis Sonntag, 27. November, geöffnet. Die ,,Weihnachtsapotheke",
der jährlich stattfindende Workshop für Kinder, ist jedoch von dieser vorübergehenden
Öffnungspause nicht betroffen und wird wie geplant stattfinden. Teilbereiche des Museums
können voraussichtlich ab Herbst 2012 wieder besichtigt werden. Grund für die vorzeitige
Winterpause sind Modernisierungsarbeiten. Weil das Gebäude in der Brunswiker Straße 2 von
kommendem Frühjahr an mit zeitgemäßen Brandschutzeinrichtungen ausgestattet wird, müssen
die Museumsbestände bereits im Herbst die vordere Gebäudehälfte verlassen.
Die Sanierung bringt für die Besucherinnen und Besucher nicht nur Vorteile bei der Sicherheit,
sondern auch mehr Inhalte in der Dauerausstellung. Künftig wird diese auf zusammenhängenden
Flächen auf zwei Ebenen zu sehen sein. Neu entstehen werden außerdem Räume für
Sonderausstellungen und für die Museumspädagogik. Der Fokus des neuen
Ausstellungskonzepts liegt auf der Wissensvermittlung. Ausgewählte medizinische Entwicklungen
sollen den Gästen in ihrem sozialhistorischen Kontext erläutert und dargeboten werden. Sie
sollen selbst entscheiden können, wie tief sie in ein Thema eintauchen wollen. Der inhaltliche
Schwerpunkt der Dauerausstellung liegt auf historischen Besonderheiten der Medizin in
Schleswig-Holstein. Dabei spielt die ,,Medizin am Meer" eine große Rolle: zum Beispiel die Arbeit
eines Hafenarztes, Infektionskrankheiten und Hygienemaßnahmen in Hafenstädten, die
medizinische Versorgung an Bord eines Schiffes oder die Taucherrettung.
Auch die medizinische Forschung und Medizintechnik im Land zwischen den Meeren sind
wichtige Wirtschaftsfaktoren und in ihrer Entstehung historisch bedeutsam. Lokale
Entwicklungen, deren Strahlkraft weit über Schleswig-Holstein hinausreicht, finden in der
Ausstellung ebenso Platz wie die Menschen, die sie vorantrieben. Weiterer Schwerpunkt ist das
Thema ,,Pflege". Die Versorgung von Patienten obliegt seit über einhundert Jahren Pflegekräften,
die mit viel Idealismus schwere körperliche Arbeit verrichten und täglich den Spagat zwischen
medizinischem Fachwissen und menschlicher Zuwendung bewältigen. Die Medizin- und
Pharmaziehistorische Sammlung will zeigen, wie und unter welchen Bedingungen sie dies taten
und tun. Schließlich wird der populärste Bereich der bisherigen Ausstellung, die Pathologie,
erweitert. Hier soll das bisherige Bild von einem ,,Leichenkeller" durch eine ausgewogene
Darstellung dieses medizinischen Fachgebietes abgelöst werden. Neben der FeuchtpräparateLehrsammlung wird daher auch der moderne Arbeitsplatz eines Pathologen zu sehen sein.
Die Räumlichkeiten der Apothekenausstellung werden zu einer größeren Ausstellungsfläche
zusammengelegt und die Arbeitsräume zur Arzneimittelherstellung den historischen
Gegebenheiten angepasst. Künftig soll außerdem die Theatergeschichtliche Sammlung der
Universität in der Brunswiker Straße 2 beheimatet sein.
Bildunterschrift: Die Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung Kiel.
Copyright: CAU, Foto: Christina Kloodt
der jährlich stattfindende Workshop für Kinder, ist jedoch von dieser vorübergehenden
Öffnungspause nicht betroffen und wird wie geplant stattfinden. Teilbereiche des Museums
können voraussichtlich ab Herbst 2012 wieder besichtigt werden. Grund für die vorzeitige
Winterpause sind Modernisierungsarbeiten. Weil das Gebäude in der Brunswiker Straße 2 von
kommendem Frühjahr an mit zeitgemäßen Brandschutzeinrichtungen ausgestattet wird, müssen
die Museumsbestände bereits im Herbst die vordere Gebäudehälfte verlassen.
Die Sanierung bringt für die Besucherinnen und Besucher nicht nur Vorteile bei der Sicherheit,
sondern auch mehr Inhalte in der Dauerausstellung. Künftig wird diese auf zusammenhängenden
Flächen auf zwei Ebenen zu sehen sein. Neu entstehen werden außerdem Räume für
Sonderausstellungen und für die Museumspädagogik. Der Fokus des neuen
Ausstellungskonzepts liegt auf der Wissensvermittlung. Ausgewählte medizinische Entwicklungen
sollen den Gästen in ihrem sozialhistorischen Kontext erläutert und dargeboten werden. Sie
sollen selbst entscheiden können, wie tief sie in ein Thema eintauchen wollen. Der inhaltliche
Schwerpunkt der Dauerausstellung liegt auf historischen Besonderheiten der Medizin in
Schleswig-Holstein. Dabei spielt die ,,Medizin am Meer" eine große Rolle: zum Beispiel die Arbeit
eines Hafenarztes, Infektionskrankheiten und Hygienemaßnahmen in Hafenstädten, die
medizinische Versorgung an Bord eines Schiffes oder die Taucherrettung.
Auch die medizinische Forschung und Medizintechnik im Land zwischen den Meeren sind
wichtige Wirtschaftsfaktoren und in ihrer Entstehung historisch bedeutsam. Lokale
Entwicklungen, deren Strahlkraft weit über Schleswig-Holstein hinausreicht, finden in der
Ausstellung ebenso Platz wie die Menschen, die sie vorantrieben. Weiterer Schwerpunkt ist das
Thema ,,Pflege". Die Versorgung von Patienten obliegt seit über einhundert Jahren Pflegekräften,
die mit viel Idealismus schwere körperliche Arbeit verrichten und täglich den Spagat zwischen
medizinischem Fachwissen und menschlicher Zuwendung bewältigen. Die Medizin- und
Pharmaziehistorische Sammlung will zeigen, wie und unter welchen Bedingungen sie dies taten
und tun. Schließlich wird der populärste Bereich der bisherigen Ausstellung, die Pathologie,
erweitert. Hier soll das bisherige Bild von einem ,,Leichenkeller" durch eine ausgewogene
Darstellung dieses medizinischen Fachgebietes abgelöst werden. Neben der FeuchtpräparateLehrsammlung wird daher auch der moderne Arbeitsplatz eines Pathologen zu sehen sein.
Die Räumlichkeiten der Apothekenausstellung werden zu einer größeren Ausstellungsfläche
zusammengelegt und die Arbeitsräume zur Arzneimittelherstellung den historischen
Gegebenheiten angepasst. Künftig soll außerdem die Theatergeschichtliche Sammlung der
Universität in der Brunswiker Straße 2 beheimatet sein.
Bildunterschrift: Die Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung Kiel.
Copyright: CAU, Foto: Christina Kloodt
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