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Live an der Universität Göttingen: Tag der Weltmaschine am 23. November 2011
21 November 2011 - UNI-GOETTINGEN
Teilchenphysiker feiern zwei Jahre Betrieb des größten Teilchenbeschleunigers der Welt
(pug) Mit den ersten Teilchenkollisionen im Large Hadron Collider (LHC) am europäischen Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz begann vor zwei Jahren eine Entdeckungsreise in weitgehend unkartierte Regionen der Natur. Die Weltmaschine soll einige der größten Rätsel der Physik lösen: Was geschah beim Urknall‘ Woraus besteht die mysteriöse Dunkle Materie im Kosmos? Und warum haben Elementarteilchen überhaupt eine Masse’ Auf der Suche nach Antworten schießt der LHC Atomkerne von Wasserstoff und Blei mit bislang unerreichter Energie aufeinander. So können die Forscher neue Teilchen erzeugen und die Bedingungen kurz nach dem Urknall reproduzieren. Seit am 23. November 2009 im LHC die ersten Protonen aufeinanderprallten, haben die Wissenschaftler nachweislich fast eine Million Milliarden (1.000.000.000.000.000) solcher Kollisionen registriert.
Zum zweiten Jahrestag der ersten Kollision im LHC feiern wissenschaftliche Einrichtungen in ganz Deutschland am Mittwoch, 23. November 2011, den „Tag der Weltmaschine“. Daran beteiligt sich auch das II. Physikalische Institut der Universität Göttingen. Das Programm in Göttingen beginnt um 18.30 Uhr im Zentralen Hörsaalgebäude am Platz der Göttinger Sieben 5, Hörsaal 103. Arnulf Quadt vom II. Physikalischen Institut führt zunächst in das Thema ein. Sein Vortrag trägt den Titel „Zwei Jahre Large Hadron Collider – Status und Perspektiven“. Ab 19 Uhr findet ein mit CERN-Direktor Rolf Heuer statt, das live in den Hörsaal übertragen wird. Besucher können online unter der Adresse www.weltmaschine.de vorab Fragen stellen, die Heuer an dem Abend beantworten wird. Das deutschlandweite Programm ist im Internet unter www.weltmaschine.de/tagderweltmaschine zu finden.
Der LHC ist die größte Maschine, die je für die Forschung gebaut wurde. Der ringförmige Teilchenbeschleuniger hat einen Umfang von fast 27 Kilometern. Er verläuft in einem unterirdischen Tunnel 50 bis 175 Meter tief unter der schweizerisch-französischen Grenze nahe der Stadt Genf. Am LHC und seinen Experimenten sind etwa 10.000 Wissenschaftler aus aller Welt beteiligt, davon mehr als 1.000 von insgesamt 34 deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen.
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