Literarisches Gesamtwerk des Olympiagründers Pierre de Coubertin erfasst

Olympisches Forschungsprojekt an der JGU nach drei Jahrzehnten abgeschlossen

Der Mainzer Olympiaforscher Univ.- Norbert Müller vom Institut für Sportwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) konnte heute eine 30-jährige Forschungsarbeit abschließen. Zusammen mit seinem früheren Mitarbeiter Otto Schantz, heute Professor für Sportwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau, hatte er 1982 mit dem Aufbau einer Sammlung aller Schriften des Olympiagründers Pierre de Coubertin (1863-1937) begonnen. Von ursprünglich 300 bekannten Titeln ist das Endprodukt auf 1280 bibliographische Nachweise einschließlich aller auf Französisch verfassten Originaltexte aus der Feder Coubertins angestiegen, darunter 34 Bücher, 50 Broschüren und 1160 Artikel. An Übersetzungen und Zweitabdrucken kommen weitere 850 Nachweise hinzu.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte für dieses Forschungsprojekt Drittmittel für studentische Mitarbeiter über viele Jahre zur Verfügung gestellt. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Lisa Reithmann M.A. war an der Schlussredaktion 4 Jahre engagiert beteiligt.

Müller überreichte nun vor wenigen Tagen in Lausanne IOC-Präsident Jacques Rogge einen Tablet-Computer, der auf 18.500 Druckseiten sämtliche Originaltexte enthält und Recherchen zu jedem Suchbegriff ermöglicht. Damit wird die weltweite Olympiaforschung wesentlich unterstützt. Eine DVD-Ausgabe ist in Vorbereitung.

Abt. Sportgeschichte und -soziologie / Sportökonomie
Institut für Sportwissenschaft
Johannes Gutenberg-Universität
D 55099 Mainz

 
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