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Kunstdiebstahl vor Gericht
11 January 2012 - UNI-HEIDELBERG
Studierende des Instituts für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg simulieren im Rahmen einer Lehrveranstaltung einen Strafprozess, bei dem es um einen Kunstdiebstahl und ein Kunstfälschungsdelikt geht. Ziel ist es, interdisziplinäres Denken zu vermitteln und den Studierenden die Praxis des Kunstmarktes, in dem auch fachübergreifende Kenntnisse in Betriebswirtschaftslehre, Jura und Soziologie vorausgesetzt werden, näherzubringen. Das fiktive Verfahren findet am Dienstag, 17. Januar 2012, im Hörsaal des Instituts in der Seminarstraße 4 statt. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 14 Uhr.
Die Simulation ist Teil eines Seminars von Benno Lehmann am Institut für Europäische Kunstgeschichte, das sich mit dem Kunstmarkt und seiner „kriminellen Seite“ befasst. Das fiktive Verfahren soll möglichst realistisch nachgestellt werden. Der Prozess wird als Schwurgerichtsverfahren durchgespielt; die Richter werden in Robe gekleidet sein. In der Simulation des Prozesses wird der „Angeklagten“ vorgeworfen, in ein Museum für Moderne Kunst eingebrochen zu sein und dort ein Gemälde von Pablo Picasso entwendet zu haben. Darüber hinaus soll sie das Bild gefälscht haben, um damit Lösegeld von dem Museum zu erpressen. Nach den Worten der Organisatoren ist die Behandlung der kriminellen Seite des Kunstmarktes gerade im Hinblick auf den aktuellen, brisanten Kunstfälschungsskandal der „Sammlung Jägers“ von besonderem Interesse.
Zuschauer sind bei dem simulierten Strafprozess herzlich willkommen.
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