Konferenz "Ostdeutschland und die Sozialwissenschaften" an der Universität Leipzig

"Ostdeutschland und die Sozialwissenschaften. Neue Perspektiven auf ein altes Thema" ist das Thema einer Konferenz am 6. Oktober in der Biblioteca Albertina, zu der das Institut für Politikwissenschaft einlädt. Politik- und Sozialwissenschaftler sowie an diesem Thema Interessierte werden dazu erwartet. Experten der Humboldt-Universität Berlin, der Universitäten Halle, Jena, Magdeburg und Leipzig sowie des Ifo-Instituts Dresden befassen sich mit Fragen wie "Gibt es Ostdeutschland heute noch?" und "Wie hat die Einheit ganz Deutschland gewandelt?".


Diskutiert werden drei Themenkomplexe: zum einen die Entwicklung von Universitäten und Wissenschaft, etwa die Umstrukturierungen nach der Wende sowie die politische Kultur in Ostdeutschland. Das zweite Thema beleuchtet die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands. Die Fachleute beschäftigen sich unter anderem mit der Frage, ob der Aufbau Ost gelungen ist und wie Defizite aufgeholt werden können. Ein Aspekt dabei ist auch die strukturelle Situation der Universität Leipzig, auf die der Prorektor für Entwicklung und Transfer, Thomas Lenk, als Podiumsteilnehmer eingehen wird. Die dritte Podiumsdiskussion befasst sich mit der Frage, was man für ganz Deutschland von der Entwicklung in Ostdeutschland lernen kann und inwieweit die Annäherung gelungen ist. Veranstalterin der Konferenz, zu der alle Interessierten eingeladen sind, ist Astrid Lorenz, Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Leipzig.

An der Tagung nehmen teil: Gert-Joachim Glaeßner (Humboldt-Universität zu Berlin, Politikwissenschaft), Everhard Holtmann (Universität Halle, Politikwissenschaft), habil. Raj Kollmorgen (Universitäten Magdeburg/Jena, Soziologie), Thomas Lenk (Universität Leipzig, Finanzwissenschaft; Prorektor für Entwicklung und Transfer), Astrid Lorenz (Universität Leipzig, Politikwissenschaft), Kurt Mühler (Universität Leipzig, Soziologie), Peer Pasternack (Institut für Hochschulforschung Halle/WZW, Wittenberg, Soziologie), Gert Pickel (Universität Leipzig, Theologie) und Joachim Ragnitz (ifo Dresden, Volkswirtschaft).

Anlass der Veranstaltung ist das Erscheinen des Bandes "Ostdeutschland und die Sozialwissenschaften", der in 22 Expertenbeiträgen und einem ausführlichen überblick über Forschungsprojekte den Stand der Dinge bilanziert und künftige Forschungsaufgaben diskutiert. Er wurde mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur realisiert.

 
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