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Können wir aus Katastrophen lernen?
Das tragische Atomunglück im japanischen Fukushima hat in diesem Frühjahr die Welt erschüttert und in zahlreichen Ländern atompolitische Richtungswechsel ausgelöst.
Der Sonderforschungsbereich (SFB) 640 »Repräsentationen sozialer Ordnungen im Wandel« an der Humboldt-Universität zu Berlin nimmt Fukushima zum Anlass, den Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg und den ostdeutschen Bürgerrechtler und Atom-Experten Sebastian Pflugbeil zu einem Gespräch mit dem Titel »Von Tschernobyl nach Fukushima: Können wir aus Katastrophen lernen?« zu bitten.
Das Gespräch bildet den Abschluss des Workshops »Atom Global: Kulturen und Krisen im Vergleich«. Der Workshop führt junge Historiker und Historikerinnen aus Deutschland und der Schweiz zusammen, die sich mit einem globalen Kulturvergleich aus historischer Perspektive befassen.
Workshop »Atom Global: Kulturen und Krisen im Vergleich«
25. November 2011 ab 13 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin
Mohrenstraße 40-41, Raum MO 107a (Aquarium)
Abschlussgespräch
»Von Tschernobyl nach Fukushima: Können wir aus Katastrophen lernen?« mit
Adolf Muschg und Sebastian Pflugbeil
25. November 2011 ab 19 Uhr im tazcafé der Berliner Tageszeitung »taz«,
Rudi-Dutschke-Straße 23, 10969 Berlin
Die zivile Atomkraft durchlief nach dem Zweiten Weltkrieg eine globale Karriere. Die ersten Reaktoren entstanden in den Vereinigten Staaten, der Sowjetunion und Großbritannien. Frankreich, Japan und andere Nationen folgten. Die atomare Kraft eroberte ihren Platz - in höchst unterschiedlichen Gesellschaften. »Die Atomkraft war Vernichtungsdrohung und Heilsversprechen zugleich«, sagt Jörg Baberowski, Sprecher des SFB. ,,Die Atomkraft hat nie allein dem Zweck gedient, Energie zu gewinnen. Die zivile Nutzung atomarer Kräfte ist aus deren militärischer Indienstnahme hervorgegangen."
Der Workshop »Atom Global: Kulturen und Krisen im Vergleich« fragt nach den globalen Geschichten des atomaren Zeitalters. Lassen sich kulturelle Unterschiede im Umgang mit der Atomkraft ausmachen‘ Oder überwiegen angesichts der Globalität atomarer Technologie die Gemeinsamkeiten’
Der Sonderforschungsbereich 640 »Repräsentationen« führt die außereuropäischen Kompetenzen der Humboldt-Universität zu Berlin zusammen. Im SFB 640 werden Repräsentationen sozialer Ordnungen im Wandel erforscht. Die Mitarbeiter untersuchen, wie Repräsentationen soziale Ordnungen herstellen - und wie soziale Ordnungen wiederum Repräsentationen hervorbringen. In der zweiten Laufzeit des SFB werden Situationen der Krise und des Umbruchs erforscht, die dafür intertemporär und interkulturell miteinander verglichen werden. Der SFB wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert und beschäftigt rund 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Nähere Informationen unter:
http:// www.sfb-repraesentationen.de/
http:// tinyurl.com/6jno4ul
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