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Kölner Physiker erhält Max-Planck-Medaille
Verantwortlich: Patrick Honecker
Höchste Auszeichnung für Professor Martin Zirnbauer
Der Kölner Physiker Martin R. Zirnbauer, D. Phil. (oxon.), wird mit der Max-Planck-Medaille 2012 der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) ausgezeichnet. Er erhält diese besondere Würdigung für seine bedeutenden Beiträge zur mathematischen Physik, insbesondere der Rolle von Symmetrien und symmetrischen Räumen in der statistischen Beschreibung von Atomkernen, chaotischen Quantensystemen und ungeordneten Elektronen. Die Medaille wird im März 2012 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.
„Ich fühle mich durch die Max-Planck-Medaille sehr geehrt, weil sie auf dem Votum von Fachkollegen im In- und Ausland beruht“, erklärt Zirnbauer. „Die Universität zu Köln gratuliert Professor Zirnbauer sehr herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung“, so der Rektor der Universität zu Köln, Axel Freimuth. „Dies ist ein außerordentlich schöner Erfolg.“
Die Max-Planck-Medaille wird von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für Leistungen auf dem Gebiet der Theoretischen Physik vergeben. Die Auszeichnung, die als die bedeutendste im Fach Theoretische Physik in Deutschland gilt, besteht aus einer Urkunde und einer goldenen Medaille mit dem Porträt Max Plancks.
Die Max-Planck-Medaille wurde 1929 erstmalig an Max Planck und Albert Einstein verliehen. Ausgezeichnet wurden in der Vergangenheit namhafte Persönlichkeiten wie Niels Bohr (1930), Werner Heisenberg (1933) oder Otto Hahn und Lise Meitner (1949). Zuletzt wurde die Max-Planck-Medaille im Jahr 2011 an den italienischen Physiker Giorgio Parisi für seine richtungsweisenden Beiträge zur Physik komplexer Systeme verliehen.
Martin Zirnbauer studierte Physik an der Technischen Universität München und an der University of Oxford, wo er 1982 als Mitglied des Balliol College promovierte. Zwei mehrjährige Forschungsaufenthalte als Postdoktorand führten ihn an das Max-Planck-Institut für Kernphysik Heidelberg und das renommierte California Institute of Technology in Pasadena, USA. Seit 1987 ist er Professor für Theoretische Physik am Institut für theoretische Physik der Universität zu Köln. 2007 wurde er zum Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften „Leopoldina“ gewählt, seit 2008 ist er Mitglied des St. John’s College in Cambridge. 2009 erhielt er den hochdotierten Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Professor Zirnbauer arbeitet neben seinen Forschungen für eine Reihe von wissenschaftlichen Projekten und Organisationen: 2003 – 2006 war er Gründungssprecher des DFG-Sonderforschungsbereiches „Symmetries and Universality in Mesoscopic Systems“, seit 2004 ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Ausschusses des Max-Planck-Instituts für Mathematik in Bonn und seit 2010 Mitglied im Wissenschaftlichen Ausschuss des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach. Er ist designierter Sprecher der in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder geförderten Graduiertenschule Bonn-Köln in Physik und Astronomie.
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