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Japan-Tage an der Universität Göttingen: Forschung – Studium – Wirtschaft
28 October 2011 - UNI-GOETTINGEN
Göttingen Research Campus pflegt enge Forschungse nach Japan
(pug) Die Universität Göttingen lädt vom 2. bis 4. November 2011 zu „Japan-Tagen“ ein. Unter dem Motto „Japan: Forschung, Studium und Wirtschaft“ wird das asiatische Land als Bildungsstandort, Wirtschaftspartner und Kulturnation vorgestellt. Zu den hochrangigen Gästen der Eröffnungsveranstaltung gehören unter anderem der japanische Botschafter in Deutschland, Takahiro Shin’yo, und der ehemalige General Manager der Commerzbank Japan, Folker Streib. Die Japan-Tage finden anlässlich des 150-jährigen Bestehens der deutsch-japanischen Freundschaft sowie der engen Kooperation des Göttingen Research Campus mit japanischen Forschungseinrichtungen statt. Der Göttingen Research Campus ist der Zusammenschluss der Universität Göttingen und verschiedener außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Südniedersachsen.
Den Auftakt der Japan-Tage bildet am Mittwoch, 2. November, eine öffentliche Veranstaltung zum Thema „Japan und die Wirtschaft“ von 11 bis 14.30 Uhr in der Aula am Wilhelmsplatz. Nach der Begrüßung durch die Universität und die Stadt Göttingen spricht der japanische Botschafter in Deutschland, Takahiro Shin’yo, über „Deutschland und Japan: Ferne Gefährten in der Krisenzeit – Perspektiven der deutsch-japanischen Wirtschaftskooperation“. Shin’yo ist Alumnus der Universität Göttingen, ebenso wie der Japan-Experte und Buchautor Folker Streibl. Dessen Vortrag trägt den Titel „Japan – Deutschland, was uns verbindet, was uns unterscheidet“. Folker Streibl hat viele Jahre in Japan gelebt. Er war unter anderem Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Tokio sowie Mitglied im Aufsichtsrat der Otto Bock HealthCare GmbH. Im Anschluss an seinen Vortrag findet eine Diskussionsrunde statt. Die japanischen Trommler „Tengo Daiko“ und ein anschließender Empfang beenden die Veranstaltung. Am Abend des ersten Tages findet zudem ein „Länderabend Japan“ statt, der in Zusammenarbeit mit japanischen Studierenden organisiert wurde. Zu dem vierstündigen kulturellen Programm gehört unter anderem ein Auftritt des weltbekannten japanischen Butoh-Tänzers Tadashi Endo. Beginn ist um 18 Uhr im Kinosaal der Alten Mensa am Wilhelmsplatz.
„Mit den Japan-Tagen wollen wir unsere Zusammenarbeit mit den exzellenten japanischen Hochschulen in Forschung und Lehre weiter intensivieren“, so Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin für Forschung und Internationales. „Wir sind Mitbegründer eines Deutsch-japanischen Hochschulkonsortiums, an dem die Universitäten Osaka, Kyoto, Tohoku und Heidelberg sowie das Karlsruher Institut für Technologie beteiligt sind. Zur Eröffnungsveranstaltung haben wir außerdem alle Partner und Spender der Aktion Die Region Göttingen hilft Japan direkt eingeladen, denen wir damit für ihre Unterstützung danken wollen. Durch die tatkräftige Mithilfe konnten mehr als 74.000 Euro an Spenden für Angehörige der Göttinger Partnerhochschule in Tohoku eingeworben werden, die von der Tsunami-Katastrophe besonders hart betroffen sind.“
An den folgenden Tagen wird Japan ausführlich als Studien- und Wissenschaftsstandort vorgestellt. Unter dem Motto „Studieren in Japan“ informieren am Donnerstag, 3. November, in der Mensa am Turm der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Stabsstelle Göttingen International der Universität und Alumni Göttingen e.V. über Studienbedingungen in Japan. Vorträge beschäftigen sich mit dem japanischen Hochschulsystem und internationalen Studienangeboten, darüber hinaus berichten deutsche Studierenden von ihren Erfahrungen in Japan. Der Tag endet mit einem „Japanischen Filmabend“ im Zentralen Hörsaalgebäude. „Forschen in Japan“ lautet das Motto am Freitag, 4. November. Die Vorträge, unter anderem von Vertretern der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Japan Society for the Promotion of Science, beschäftigen sich mit den Forschungsrahmenbedingungen in Japan, Kooperationsprojekten sowie Fördermöglichkeiten für japanische Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Deutschland.
Der gesamte Göttingen Research Campus ist in Japan präsent: Die Universität kooperiert unter anderem in der Chemie, der Energieforschung sowie den Agrar-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften mit japanischen Hochschulen. Das Deutsche Primatenzentrum arbeitet eng mit dem Primate Research Institute der Universität Kyoto zusammen, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Göttingen mit der japanischen Luft- und Raumfahrtagentur JAXA, und auch die Göttinger Max-Planck-Institute kooperieren mit verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen in Japan. Die südniedersächsische Wirtschaft engagiert sich ebenfalls in Japan, darunter Unternehmen wie die KWS Saat AG, Mahr GmbH, Novelis Deutschland, Otto Bock HealthCare, PHYWE AG, Sartorius AG und THIMM – The Highpack Group.
Das Studentenwerk Göttingen bietet während der Japan-Tage in der Mensa am Turm japanische Spezialitäten an. Das gesamte Programm der Japan-Tage ist im Internet unter www.uni-goettingen.de/japantage2011 zu finden.
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