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Innovativere Mitarbeiter durch Facebook, Twitter & Co.?

Privatdozent Dr. Dr. Björn Niehaves Foto: privat
Wirtschaftsinformatiker entwickeln Plattform für Unternehmen / Gut eine Million Euro aus Berlin für Projekt "WeChange"
Für deutsche Unternehmen ist es im globalen Wettbewerb von existenzieller Bedeutung, Produkte und Prozesse kontinuierlich an die veränderten Kunden- und Wettbewerbsanforderungen anzupassen. Jedoch wird durch alternde Belegschaften und veränderte Erwerbsbiografien die Innovationsfähigkeit von Unternehmen nachhaltig beeinflusst.
Wie an dieser Stelle soziale Medien und andere computergestützte Angebote hilfreich sein können, untersuchen Wirtschaftsinformatiker der Universität Münster. Das Projekt "WeChange" des European Research Center for Information Systems (ERCIS) soll ausloten, wie sich die Innovationsfähigkeit von Unternehmen in einer sich demografisch wandelnden Arbeitswelt erhalten und stärken lässt. Das Forschungsvorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms "Innovationsfähigkeit im demografischen Wandel" mit gut einer Million Euro gefördert.
Genauso wie es bei Fußball-Übertragungen mittlerweile Standard ist, die Distanz zum Tor vor einem Freistoß mittels einer Linie anzuzeigen und dem Zuschauer dadurch einen Mehrwert zu bieten, wollen die Forscher dieses Konzept der erweiterten Realität aufgreifen und auf die Innovationskultur eines Unternehmens übertragen. Durch soziale Medien, die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte gemeinschaftlich zu gestalten, soll so ein Mehrwert für das gesamte Unternehmen entstehen. Dabei werden auch die Technologieakzeptanz der Beschäftigten sowie demografische Faktoren eine große Rolle spielen.
Das Ziel der Forscher um Projektleiter Dr. Björn Niehaves ist die Entwicklung einer Innovations-Plattform, die alle Mitarbeiter eines Unternehmens einbezieht. Kerngedanke ist, dass aktuelle Mitarbeiter ebenso wie Teilzeit-Beschäftigte oder verrentete Mitarbeiter über soziale Medien interagieren. Durch soziale Medien ergibt sich die Chance, Mitarbeiter und Menschen zu verbinden, die momentan nicht in der Firma aktiv tätig sind, zum Beispiel während einer Elternzeit. Daraus entsteht das Potenzial, Mitarbeiter in unterschiedlichen Lebens-, Lern- und Arbeitssituationen anzusprechen und an der Bewältigung von IT- und Prozessinnovationen aktiv zu beteiligen.
Projektpartner der Münsteraner sind die Universität Mannheim, die CAS Software AG sowie die fünf Anwendungspartner Deutsche Bank AG, Roland Berger Strategy Consultants, Stadt Karlsruhe, Stadt Bochum und CyberForum e. V.
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