Humanitäre Intervention - Geschichte und Kontroverse

Verantwortlich: Patrick Honecker
International renommierter Historiker eröffnet Vorlesungsreihe

Seit dem UN-mandatierten NATO-Einsatz im libyschen Bürgerkrieg diskutieren Öffentlichkeit und akademische Fachwelt erneut über "humanitäre Interventionen". Dürfen Staaten im Namen der Menschenrechte intervenieren und wenn ja, unter welchen Kriterien‘ Ist es legitim, Menschenrechte mit militärischer Gewalt durchzusetzen’ Mit James Der Derian von der Brown Universität (USA) beginnt die diesjährige Vorlesungsreihe des Historischen Instituts der Universität zu Köln. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die aktuelle Debatte zu historisieren, denn als Denkfigur und Handlungsoption hat die "humanitäre Intervention" eine jahrhundertealte Geschichte. In drei Vorträgen wird der Bogen von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart unter Einbeziehung außereuropäischer Perspektiven auf Theorie und Praxis der "humanitären Intervention" gespannt. Die Vorträge werden alle im neuen Seminargebäude im Tagungsraum (004) stattfinden. Die Termine sind:


24.10.2011, ab 17.45h
James Der Derian (Brown University)
When Academics Intervene - Vorführung des Films "Human Terrain. War Becomes Academic" mit anschließender Diskussion

21.11.2011, 17.45-19.15h
Jessica Gienow-Hecht (Universität zu Köln)
Gute Menschen - Gute Ziele? Humanitäre Intervention und kulturhistorische Herausforderung

23.01.2012, 17.45-19.15h
Christoph Kampmann (Universität Marburg)
Kein "right to protect" - Zu Theorie und Praxis der Intervention in
der Frühen Neuzeit

Marcel Will, M.A.,
Historisches Institut der Universität zu Köln
Tel.: +49 (0)221 470 0
Email: will.marcel(at)uni-koeln.de



 
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