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Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik startet

Prof. Dr. Michael Klasen Foto: WWU
WWU-Institute für Theoretische Physik und Kernphysik maßgeblich beteiligt
Mit rund zehn Millionen Euro fördert die Helmholtz-Gesellschaft in den kommenden fünf Jahren eine neue Allianz für Astroteilchenphysik. Die Federführung liegt beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT), wo heute (20. September) auch das erste offizielle Treffen stattfindet. An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) sind die Institute für Theoretische Physik und Kernphysik maßgeblich an diesem Verbund aus den Helmholtz-Zentren KIT und DESY, fünfzehn deutschen Universitäten und zwei internationalen Partnerinstituten beteiligt.
"Die neue Allianz bietet die hervorragende Gelegenheit, das noch junge Gebiet der Astroteilchenphysik in Deutschland institutionell zu etablieren und hier eine weltweit führende Rolle zu übernehmen. In Münster trägt sie unter anderem zum raschen Aufbau neuer Forschungsaktivitäten in der theoretischen Teilchenphysik bei", sagt Michael Klasen, der kürzlich von der Universität Grenoble an die WWU berufen wurde. In Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Christian Weinheimer vom Institut für Kernphysik soll insbesondere die dunkle Materie näher erforscht werden. Die ist zwar weit häufiger als sichtbare Materie im Universum, über deren Eigenschaften ist aber noch sehr wenig bekannt. Die Institute erhalten dafür insgesamt knapp 330.000 Euro.
Weitere Schwerpunkte der Allianz sind die Erforschung der Quellen und Ausbreitung kosmischer Strahlung, eine koordinierte Datenanalyse, die Entwicklung neuartiger Detektoren sowie die Planung zukünftiger Großprojekte auf dem Gebiet der Astroteilchenphysik. Außerdem soll eine gemeinsame Graduiertenschule aufgebaut werden, um den wissenschaftlichen Nachwuchs gezielt an das komplexe, interdisziplinäre Forschungsfeld heranzuführen. Insgesamt werden rund 100 Wissenschaftler und 90 Doktoranden in der neuen Helmholtz-Allianz zusammenarbeiten.
Insgesamt finanziert die Helmholtz-Gemeinschaft derzeit zehn Allianzen. Neben der zur Astroteilchenphysik ist die Universität Münster noch an zwei weiteren beteiligt, die sich ebenfalls mit den Vorgängen im Universum beschäftigen: "Planetenentwicklung und Leben" und "Kosmische Materie im Labor".
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