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Freie Universität Berlin Vizeweltmeister im Roboterfußball
Während die deutsche Fußball-Nationalmannschaft noch um den Einzug ins WM-Viertelfinale zittert, haben die Roboterfußballer der Freien Universität Berlin den Titel als Vizeweltmeister schon errungen: Die von Studierenden der Informatik und von Professor Raúl Rojas trainierten FUmanoids mussten sich bei der Weltmeisterschaft in Singapur lediglich den Darmstadt Dribblers geschlagen geben.
Das rein deutsche Endspiel ging eins zu sieben gegen die Berliner aus. In der Vorrunde hatten die FUmanoids alle sieben Spiele gewonnen; im Halbfinale dabei den japanischen Meister ‘CIT Brains’ mit fünf zu zwei bezwungen. Vizeweltmeister waren die Roboter der Freien Universität bereits im vergangenen Jahr geworden.
Im RoboCup 2010 spielten verschiedene Arten von Robotern auf dem Fußballfeld. Roboter auf Räder treten grundsätzlich in zwei Kategorien an ? in der Klasse bis 18 Zentimeter und in der bis 50 Zentimeter Durchmesser. Bei den menschenähnlichen Robotern, den Humanoiden, gibt es drei Leistungsklassen ? je nach Größe der Roboter. Die FUmanoids spielen in der Liga der Roboter bis maximal 60 Zentimter Höhe. Bei der Weltmeisterschaft ging es auch um die Leistungsfähigkeit von Service- oder Rescue-Robotern.
Die FUmanoids sind ein studentisches Projekt der Freien Universität Berlin. Im Laufe eines jeden Jahres wird eine neue Robotergeneration entwickelt, die dann bei der Weltmeisterschaft antritt. Studenten entwerfen und programmieren alle Komponenten und die Software der Roboter. So verbindet man die Ausbildung mit einem für die Studenten interessanten Projekt. Die Freie Universität nimmt seit 1999 an der Weltmeisterschaft in Roboterfußball teil. Dabei sind verschiedene Arten von Robotern eingesetzt worden. Die Freie Univeristät ist zweimal Weltmeister und sechsmal Vizeweltmeister geworden.
Für den diesjährigen Wettbewerb wurden mehrere Innovationen in die Roboter eingebaut: neue magnetische Sensoren für die Servomotoren, ein sogenanntes Gyroskop für die Verbesserung des Laufstils und eine automatische Farbenkalibrierung, mit deren Hilfe die Roboter Objekte besser ausmachen können. Die Roboter verfügen über Videokameras, mit denen sie Ball, Feld und Gegner erkennen.
RoboCup ist ein Laboratorium für die Entwicklung der Service-Roboter der Zukunft, also für Robo-ter, die mit Menschen zusammenarbeiten werden. Das Fußballspiel ist hinreichend komplex, um die Roboter auf die Probe zu stellen, aber gleichzeitig einfach genug, um sie nicht zu überfordern. Von Jahr zu Jahr steigen die Anforderungen beim RoboCup, sodass die Technologie Schritt für Schritt entwickelt wird. So entstehen in spielerischer Umgebung die Roboter der Zukunft.
Weiter Informationen erteilt Ihnen gern:
Prof. Dr. Raúl Rojas, Institut für Informatik der Freien Universität Berlin,
Telefon: 030 / 83875130, E-Mail. rojas [a] inf.fu-berlin (p) de
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