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Frauenkarrieren in der Wissenschaft - Diskussion mit den Wissenschaftsministerinnen Svenja Schulze und Theresia Bauer an der Universität Bonn
13 September 2011 - UNI-BONN
Frauenkarrieren in der Wissenschaft Diskussion mit den Wissenschaftsministerinnen Svenja Schulze und Theresia Bauer an der Universität Bonn
,,Förderung - Quoten - Ellenbogen?" lautet eine Podiumsdiskussion an der Universität Bonn, die am Freitag, 23. September, von 18 bis 20 Uhr in der Alten Sternwarte, Poppelsdorfer Allee 47, auf Initiative der Bonner Medienwissenschaft stattfindet. Über die Karrieren von Frauen in der Wissenschaft diskutieren die Wissenschaftsministerinnen Theresia Bauer (Die Grünen) aus Baden-Württemberg und Svenja Schulze (SPD) aus Nordrhein-Westfalen sowie Repräsentantinnen der Wissenschaftsverbände. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist ein Programmpunkt der internationalen Tagung ,,Mediatized Gender".
Neben der Politik sind hochrangige Wissenschaftsorganisationen auf dem Podium vertreten. Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und designierte Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD), Margret Wintermantel, und die Vertreterin der Humboldt-Stiftung, Barbara Sheldon, werden die Perspektiven ihrer Organisationen zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft vorstellen.
,,Noch immer ist die Präsenz von Frauen in den Führungsetagen des Wissenschaftsbetriebs - ganz ähnlich wie in der Wirtschaft - beklagenswert niedrig", sagt Caja Thimm, Medienwissenschaftlerin an der Universität Bonn, die auch die Veranstaltung moderiert. Besonders im internationalen Vergleich zeige sich Deutschland hier wenig fortschrittlich. Während aber in der Wirtschaft eine heftige öffentliche Auseinandersetzung dazu stattfindet, bleibe die Debatte um Wissenschaftskarrieren der Frauen zumeist auf Kinderbetreuung und Vereinbarkeitsmodelle beschränkt. Auf diesem hochkarätig besetzten Podium soll daher der aktuellen Frage nachgegangen werden, welche Konzepte die Landespolitik und der Wissenschaftsbetrieb zur besseren Einbindung von Frauen in den Karriereprozess entwickelt haben und wie sich die Situation an den Hochschulen für Frauen besser gestalten lässt.
Die Podiumsdiskussion ist Teil der internationalen Tagung ,,Mediatized Gender - Gender Perspectives on Media¬tized Societies". Vom 22. bis 24. September stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht Ländern ihre Forschungsarbeiten in der Alten Sternwarte der Universität Bonn vor und diskutieren miteinander. Neben Untersuchungen zu Geschlechterstereotypen in Bildung, Politik und Wirtschaft finden sich auch Beiträge zu geschlechterspezifischen Besonderheiten beim Umgang mit digitalen Medien.
Besondere Höhepunkte auf der Tagung stellen die Vorträge der ,,Keynote-Speaker" Karen Ross (University of Liverpool, England; ,,Women Framed: Gender, Politics and News Media"), Leopoldina Fortunati (University of Udine, Italien; ,,Digital women: changes in the adoption and domestication of the new media") und Judith Ackermann (Universität Bonn; ,,Gendered gaming - Perspectives on Teens’ Digital Literacy") dar. In ihren Forschungsarbeiten beschäftigen sich die Wissenschaftlerinnen mit dem Einfluss der unterschiedlichen Medien, die je nach sozialem Umfeld und Nutzungsgewohnheit spezifische Reflexionen von Geschlechterrollen befördern.
Die Tagung steht im Kontext des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Schwerpunktprogramms 1505 ,,Mediatisierte Welten". Dieses Forschungsnetzwerk vereinigt bundesweit ausgewählte Projekte, die in enger Kooperation der Frage nach den Manifestationen und Folgen der Mediatisierung von Gesellschaft forschen.
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