
Holzgreve (re) bei der Unterzeichnung der Ziel-und Leistungsvereinbarung mit der Landes-Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung Svenja Schulze und dem Rektor der Universität Bonn Jürgen Fohrmann; © MIWF/Müller
Das Universitätsklinikum Bonn hat gute Ergebnisse in der Krankenversorgung, aber auch in der Lehre und Forschung vorzuweisen. So gab es beispielsweise 2011 in Bonn zwei Leibniz-Preisträger aus der Medizin. Zudem steht das Bonner Uni-Klinikum vergleichsweise wirtschaftlich gut da. ,,Trotzdem sind die Herausforderungen für die Zukunft groß. Diese zu meistern, ist für die Mitarbeiter unser Klinikums und mich eine anstrengende, aber sicher auch sehr schöne Aufgabe. Doch letztlich geben uns alle Menschen, die Krankenkassenbeiträge und Steuern zahlen, ihr Vertrauen", betont der neue Ärztliche Direktor.
So muss beispielsweise das Bonner Uni-Klinikum nach Abschluss der durch die Konjunkturprogramme finanzierten Baumaßnahmen weitere dringend notwendige Neubauten stemmen. Also stehen auch in Zukunft die Baukräne auf dem Venusberg nicht still. Ziel ist es, durch Ausbau und Modernisierung den Venusberg-Campus als zentralen Standort zu stärken. So sollen alle klinischen Einrichtungen im Stadtgebiet mit wenigen Ausnahmen wie der Zahnklinik langfristig auf dem Venusberg angesiedelt werden. Neben dem dringend erforderlichen neuen Zentralklinikum für die großen Fächer der Inneren Medizin und Chirurgie möchte sich Holzgreve auch für ein neue Kinderklinik einsetzen, da das Gebäude an der Adenauerallee zu alt geworden ist. ,,Heute muss in einem Hochleistungszentrum wie unserem Klinikum mit etwa 1.600 Geburten die Kinderklinik mit der Frühgeborenenstation Tür an Tür mit der Frauenklinik sein. Andererseits brauchen kranke Kinder aller Altersstufen neben einer guten Diagnostik und Behandlung moderne und funktionsgerechte Strukturen, kurze Wege und ausreichenden Platz in einer modernen Kinderklinik", sagt Holzgreve.
Bereit, neue Wege zu gehen
Da aber der Landeshaushalt, an dem die Klinikfinanzierung hängt, in den nächsten Jahren für die sechs Universitätsklinika in NRW nicht genug Investitionsmittel bereitstellen kann, ist Holzgreve offen für neue Wege. So kann er sich vorstellen, mit Hilfe von Spenden engagierter Bürger die neue Kinderklinik auf dem Venusberg endlich zu ermöglichen. Dies ist beispielsweise in Hamburg oder Heidelberg gelungen, wo die neuen Kinderkliniken sogar nach den herausragenden privaten Unterstützern benannt wurden.
Zudem sind am Bonner Uni-Klinikum beispielsweise dringend mehr Kapazitäten auf den Intensivstationen nötig. Auch will der neue Ärztliche Direktor die Orientierung auf dem weiten Venusberg-Campus sowie das Erscheinungsbild wie das Ambiente des Geländes, der Flure und Räumlichkeiten verbessern, ,,damit sich unsere Patienten trotz ihrer Erkrankungen so wohl wie möglich fühlen können."







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