Erfolgreicher Spagat zwischen Wissenschaft und Familie

Die Molekulargenetikerin   Britta Eiberger erhält von Dekan     Max P. Baur die

Die Molekulargenetikerin Britta Eiberger erhält von Dekan Max P. Baur die Urkunde für das Graduierten-Stipendium der Novartis Stiftung. (c) Foto: Ingrid Kuhlen/Medienzentrum UKB

Dr. Britta Eiberger von der Universität Bonn erhielt ein Graduierten-Stipendium der Novartis Stiftung


Erfolgreicher Spagat zwischen Wissenschaft und Familie Britta Eiberger von der Universität Bonn erhielt ein Graduierten-Stipendium der Novartis Stiftung


Die Molekulargenetikerin Britta Eiberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Anatomischen Institut der Universität Bonn, erhielt ein Graduierten-Stipendium der Novartis Stiftung für therapeutische Forschung. Es ist mit 8.000 Euro dotiert und eine Auszeichnung speziell für jüngere Forscher. Mit der Förderung werden die herausragenden Leistungen der Wissenschaftlerin gewürdigt, die als dreifache Mutter erfolgreich Beruf und Familie unter einen Hut bringt.

Die Wissenschaftlerin erforscht seit fast fünf Jahren, wie das Protein ,,Mtss1" an der Ausbildung von Kleinhirntumoren bei Kindern beteiligt ist. ,,Das Protein spielt bei der Teilung und Reifung der Nervenzellen im Kleinhirn eine Rolle", erläutert Eiberger, die seit 2007 eine Forschergruppe am Anatomischen Institut der Universität Bonn leitet. Normalerweise wird ,Mtss1’ von den Körnerzellen nicht mehr hergestellt, wenn das Kleinhirn ausgereift ist. ,,Wir haben Anhaltspunkte dafür gefunden, dass sich Tumore ausbilden können, wenn das Protein über dieses Stadium hinaus produziert wird", sagt die Wissenschaftlerin. Sie hofft aufgrund dieser Ergebnisse auf einen neuen therapeutischen Ansatz, mit dem sich Kleinhirntumore bei Kindern eindämmen lassen.

Die Novartis Stiftung versteht das Graduierten-Stipendium als ein Instrument der Fakultäten zur Anerkennung der Leistungen und Förderung der Forschung junger Wissenschaftler. Max P. Baur, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn, überreichte während der Fakultätsratssitzung die Urkunde. ,,Mit Frau Eiberger konnte unsere Fakultät der Stiftung eine Kandidatin vorschlagen, deren persönliche Qualifikation und wissenschaftlichen Interessen den Förderzielen der Stifterin in beispielhafter Weise gerecht werden", sagte Baur in seiner Laudatio. So hat Eiberger vor kurzem erst im fakultätseigenen Förderprogramm BONFOR einen Forschungspreis erhalten.

Eiberger ist Mutter dreier Kinder zwischen einem und sechs Jahren. ,,Es erfordert ein Höchstmaß an Koordination des Alltags, um Wissenschaft und Familie unter einen Hut zu bringen", sagt die 36-Jährige, die auf zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten für den Nachwuchs hofft. ,,Trotz Kita-Plätzen und einer Tagesmutter muss ich häufig abends und am Wochenende arbeiten, um mein Pensum zu schaffen." Verständnisvolle Vorgesetzte und die tatkräftige Unterstützung durch ihren Mann haben ihr den Weg in die Wissenschaft geebnet, von der sie nach wie vor fasziniert ist. ,,Ich habe den spannendsten Beruf, den ich mir vorstellen kann", sagt Eiberger. ,,Ich bin am Puls der Wissenschaft und kann meinen eigenen Ideen folgen."
 
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