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Einblick in die Dynamik der Nanowelt

Prof. Dr. Sarah Köster 
 
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Prof. Dr. Sarah Köster Klicken Sie bitte hier, um das Bild in Druckqualität herunterzuladen. Prof. Dr. Tim Salditt Klicken Sie bitte hier, um das Bild in Druckqualität herunterzuladen.

Universität Göttingen beteiligt sich an neuem Virtuellen Institut der Helmholtz-Gemeinschaft

(pug) Röntgenphysiker der Universität Göttingen sind an einem neuen Virtuellen Institut zur Nano-Bildgebung der Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt. Wissenschaftler aus den Bereichen Röntgenphysik, Biophysik und Chemie werden dort gemeinsam hochauflösende bildgebende Verfahren für biologische und chemische Prozesse entwickeln und auf aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen anwenden. Das neue Institut ist am Hamburger Forschungsinstitut DESY angesiedelt, Sprecher ist Christian Schroer von der Technischen Universität Dresden. Weitere Partner sind die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt das Virtuelle Institut „In-Situ Nano-Imaging of Biological and Chemical Processes“ fünf Jahre lang mit insgesamt 2,5 Millionen Euro. Sie fördert damit die Zusammenarbeit von universitären und außeruniversitären Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an einem gemeinsamen Thema.

In den Nanowissenschaften, der Chemie und den Lebenswissenschaften gibt es einen wachsenden Bedarf an hochauflösenden bildgebenden Verfahren auf der Mikro- und Nanometerskala. Die physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften eines Objekts hängen stark von dessen Struktur und chemischer Zusammensetzung ab. Deshalb ist die Strukturbestimmung grundlegend für das Verständnis biologischer und chemischer Prozesse, die wiederum einen wichtigen Beitrag zur Gesundheits-, Umwelt- oder beispielsweise Energieforschung leisten. Bildgebende Verfahren sind dazu besonders geeignet, da sie chemische und strukturelle Kontraste deutlich machen können und dabei den zerstörungsfreien Blick ins Innere eines Objekts oder einer speziellen Probenumgebung ermöglichen.

Vom Institut für Röntgenphysik der Universität Göttingen sind Sarah Köster und Tim Salditt an dem neuen Institut beteiligt. Köster leitet die Forschergruppe „Nanoscale Imaging and Cellular Dynamics“. Sie ist außerdem Mitglied des Courant Forschungszentrums „Nanospektroskopie und Röntgenbildgebung“ der Universität Göttingen, das mit Mitteln aus der Exzellenzinitiative eingerichtet wurde. Salditt ist Koordinator des Courant Forschungszentrums. Die Wissenschaftler nutzen künftig die Röntgenmikroskope an den Strahlungsquellen FLASH und PETRA III am DESY sowie später am Forschungsinstitut European XFEL in Hamburg.
 
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