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Ehrung für Theaterwissenschaftlerin Erika Fischer-Lichte
Wissenschaftlerin der Freien Universität erhält Theaterpreis ,,Der Faust"
Die Theaterwissenschaftlerin h. c. Erika Fischer Lichte ist am Samstag mit dem Theaterpreis ,,Der Faust" ausgezeichnet worden. Die Wissenschaftlerin der Freien Universität Berlin erhielt die Ehrung am Samstag in der Kategorie ,,Preis des Präsidenten" für ihre international bedeutenden Positionsbestimmungen der Theaterwissenschaft. Die Auszeichnung wurde im Rahmen eines Festaktes in der Frankfurter Oper verliehen. Mit dem Preis werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist. ,,Der Faust" ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis, der auf die Leistungskraft und künstlerische Ausstrahlung der Theater aufmerksam macht und diese würdigt. Für sein Lebenswerk geehrt wurde der Theaterregisseur, Schauspieler und Intendant Wolfgang Engel. Die Ehrungen in den übrigen Kategorien sollten am Samstagabend bekanntgegeben werden.
h. c. Erika Fischer-Lichte, Professorin für Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin, studierte Theaterwissenschaft, Slavistik, Germanistik, Philosophie, Psychologie und Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin und der Universität Hamburg. Von 1973 bis 1996 hatte sie Professuren für Neuere deutsche Literatur, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Theaterwissenschaft an den Universitäten Frankfurt am Main, Bayreuth und Mainz inne. Sie ist Direktorin des Internationalen Forschungskollegs ,,Verflechtungen von Theaterkulturen" und Sprecherin des Internationalen Graduiertenkollegs ,,InterArt". Als Chair des Panels ,,Cultures and Cultural Production" ist sie außerdem für den Europäischen Forschungsrat tätig. Sie wirkte als Sprecherin der DFG-Forschergruppe ,,Weltbildwandel - zur Konstitution des Subjekts" (Bayreuth), der DFG-Doktorandenkollegs ,,Theater als Paradigma der Moderne (ab 1880)" (Mainz) und "Körper-Inszenierungen" (Berlin), des DFG-Schwerpunktprogramms ,,Theatralität - Theater als Modell in den Kulturwissenschaften" (Mainz/Berlin), des Sonderforschungsbereichs ,,Kulturen des Performativen" sowie der BMBF-Forschergruppe ,,Theater und Fest - Identität und Gemeinschaft in Europa".
Sie war Mitglied des Hauptausschusses und des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft, des Standing Committee of the Humanities der European Science Foundation und des Wissenschaftsrates sowie Präsidentin der Gesellschaft für Theaterwissenschaft der deutschsprachigen Länder und der International Federation for Theatre Research. Sie ist Mitglied der Academia Europaea, der Göttinger Akademie der Wissenschaften und der Berlin-Brandenburgischen Akademie. Als Gastprofessorin lehrte sie in Norwegen, Schweden, Portugal, Spanien, Russland, den USA, Japan, China, Indien, Brasilien und auf Kuba. Ihre Forschungsgebiete umfassen Allgemeine Ästhetik, Theorie und Geschichte des Theaters. Sie veröffentlichte 16 Monographien, und gab 50 Sammelbände beziehungsweise Zeitschriftenhefte heraus und veröffentlichte 280 Aufsätze. Ihre Arbeiten wurden in 20 Sprachen übersetzt.
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