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Die Uni auf der Mainfrankenmesse

Gerd Vogg (links) vom Botanischen Garten mit Besuchern am Stand der Universität auf der Mainfrankenmesse. Foto: Georg Kaiser
Virtuelle Realität als Therapie bei Angsterkrankungen, ein intelligenter Rollstuhl, simulierte Vulkanausbrüche und vieles mehr: Auf der Mainfrankenmesse präsentiert sich die Universität mit einem attraktiven Programm. Die Messe dauert bis Sonntag, 9. Oktober.
Der Stand der Universität befindet sich in Halle 1 und ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Unter dem Motto „Weltoffen – Innovativ – Leistungsstark aus Tradition“ stellen 15 Einrichtungen der Universität und das Universitätsklinikum ihre thematische Vielfalt und Leistungsfähigkeit in Forschung, Lehre und Patientenversorgung unter Beweis.
Wechselnde Aussteller am Uni-Stand
Vom 1. bis 5. Oktober präsentiert der Lehrstuhl für Robotik und Telematik seinen Scooter, einen intelligenten Rollstuhl zur Unterstützung älterer oder behinderter Menschen. Im gleichen Zeitraum stellen die Bieneforscher von der BEEgroup ihr interaktives Schulprojekt HOBOS (HOneyBee Online Studies) vor: Schüler und Lehrer können in Echtzeit über das Internet Honigbienen in einem Bienenstock beobachten. Auch am Messestand ist ein Bienenvolk live erlebbar.
Das Mineralogische Museum befasst sich am 4., 5. und 6. Oktober mit dem Thema Vulkanausbrüche: Zu sehen gibt es unter anderem Erstarrungsformen von Laven und simulierte Vulkanausbrüche.
Der Lehrstuhl für Psychologie I zeigt am 6. und 7. Oktober, wie virtuelle Realitäten in der Forschung und zur Therapie von Ängsten eingesetzt werden. Die Besucher können zum Beispiel einen virtuellen Kurzstreckenflug oder eine virtuelle Spinne erleben. Passend dazu stellt der Lehrstuhl für Zoologie III lebende tropische Großspinnen aus und vermittelt Wissen über Spinnen, etwa über die einzigartigen Eigenschaften der Spinnenfäden.
LinkCloud, eine Firmenausgründung der Universität, präsentiert sich am 7., 8. und 9. Oktober. Das junge Unternehmen hat ein visuelles Social-Bookmarking-Tool entwickelt, mit dem sich persönliche Lesezeichen im Internet intuitiv und effizient verwalten lassen. Um Afrikas Probleme, Potenziale und Perspektiven geht es am 8. und 9. Oktober. An diesen Tagen ist das Afrikazentrum der Uni zusammen mit dem Missionsärztlichen Institut auf der Messe vertreten.
Die Forschungsstelle historische Bildmedien zeigt vom 6. bis 8. Oktober Schulwandbilder aus Geschichte und Geographie. Die Bilder demonstrieren, wie Kinder bei der Wahrnehmung anderer Länder und Kulturen didaktisch geformt wurden und wie sich die dahinter stehenden „Bildpolitiken“ verändert haben oder gleich geblieben sind.
Vielfältige tägliche Attraktionen
Universitätsbibliothek, Rechenzentrum, Uniklinikum, Rudolf-Virchow-Zentrum und Botanischer Garten sind jeden Tag am Stand der Uni vertreten.
Der Botanische Garten präsentiert faszinierende Pflanzen aus verschiedenen Vegetationszonen der Erde. Er stellt zudem das auch für unterfränkische Schulen interessante Projekt „Lehr-Lern-Garten“ vor.
Seit 50 Jahren unterstützen Computer Forschung und Lehre an der Universität. Das Rechenzentrum zeigt zu diesem Jubiläum einige Technik-Highlights aus 50 Jahren IT-Geschichte. Vom 4. bis 7. Oktober können die Besucher zudem ein interaktives Whiteboard ausprobieren. Diese Geräte werden in Vorlesungen und Seminaren zunehmend verwendet.
Zettelkataloge und Mikrofiche-Lesegeräte bestimmten früher die Literaturrecherche in der Universitätsbibliothek. An ihre Stelle sind mittlerweile der Online-Katalog und weitere elektronische Angebote getreten. Die Besucher können die Recherchewege von damals und heute testen und die Bibliothek mit ihren vielfältigen Beständen und Angeboten kennenlernen.
Hereinspaziert – biomedizinische Forschung XXL! Dieses Motto gilt beim Rudolf-Virchow-Zentrum für experimentelle Biomedizin. In einer begehbaren Arterie kann jeder erfahren, wie ein Gefäßverschluss entsteht und welche vielversprechenden Entdeckungen Würzburger Wissenschaftler im Kampf gegen Herzinfarkt und Schlaganfall gemacht haben.
Das Universitätsklinikum demonstriert seine Qualität in der medizinischen Versorgung für die Region sowie in der internationalen Spitzenforschung. Dass man hier als Patient in allen Lebensphasen medizinisch und pflegerisch bestens betreut wird, kann man am Stand der Universitätsklinik in vielfältiger Weise selbst erleben.
Großer Andrang am Startwochenende
Begonnen hat die Mainfrankenmesse am Freitag, 1. Oktober. Am ersten Wochenende zählten die Veranstalter rund 37.000 Besucher. „Auch am Stand der Universität war der Andrang sehr groß“, so Pressesprecher Georg Kaiser, der den Messeauftritt der Uni federführend organisiert hat.
Neben den erwähnten Ausstellern hat sich an den ersten Messetagen auch das fakultätsübergreifende MIND-Didaktikzentrum präsentiert. An seinem Stand erfuhren die Besucher viel über ihren eigenen Körper: Sie konnten die Reise eines Hamburgers durch den Verdauungstrakt verfolgen oder mit einer computergesteuerten Trommel ihre Pulsfrequenz kontrollieren.
Mainfrankenmesse: zur Homepage
Von: Robert Emmerich
04.10.2011, 13:35 Uhr
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