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Die Parteien und ihre Anhänger

Parteienpräferenz und Arbeitslosigkeit (Sommer 2011)
Eine repräsentative Umfrage der Universitäten Gießen und Leipzig, die Parteipräferenzen zu soziodemographischen Daten in Verbindung setzt, hat ergeben, dass arbeitslose Männer für Rechtsextremisten empfänglich sind und zu den Nichtwähler meist Arbeitslose zählen.
In diesem Sommer wurden rund 2.300 Ost- und Westdeutsche im Alter zwischen 18 und 97 Jahren im Auftrag der Universitäten Gießen und Leipzig zu sozial- und medizinpsychologischen Fragestellungen befragt. Auch die Wahlabsichten bei der Bundestagswahl wurden einbezogen.
Wie setzt sich die Wählerschaft der politischen Parteien zusammen? Welche Partei spricht eher Frauen an, welche eher Arbeitslose, auf wen setzen ältere Wähler? Mit den Umfrageergebnissen lassen sich Zusammenhänge von Parteienpräferenzen mit verschiedenen soziodemographischen Daten wie Haushaltseinkommen, Arbeitslosigkeit, Geschlecht oder Bildungsstand darstellen. Dadurch wurde es möglich, Aussagen über die Zusammensetzung der Wählerschaft der Parteien zu treffen.
Wie die Studie ergab, gelten FDP und Bündnis 90/die Grünen zu Recht als die Parteien der so genannten "Besserverdienenden“. Ihre Wähler haben zu 41,1 % (FDP) bzw. 37,0 % (Bündnis 90/die Grünen) ein Haushaltseinkommen von mehr als 2.500 Euro. Im Gegensatz dazu haben die rechtsextremen Parteien am meisten Zulauf von finanzschwachen Haushalten: nur 20 % der Wähler der NPD, Republikaner oder DVU verfügen über ein Haushaltseinkommen von mehr als 2.500 Euro.
Während 63,6 % der Anhänger rechtsextremer Parteien Männer sind, ist das Geschlechterverhältnis bei den Wählern von Bündnis 90/die Grünen mit 63,5 % Frauen fast umgedreht. Auch die Nichtwähler sind mehrheitlich Frauen (57,8 %). Am ausgeglichensten ist das Geschlechterverhältnis bei Anhängern der SPD (49,4 % Männer, 50,2 % Frauen).
Alle Ergebnisse der für Ost- und Westdeutschland repräsentativen Untersuchung finden Sie zusammengefasst unter
www.uni-leipzig.de/pdf/pm2011-343_ergebnisse.pdf
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