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Die digitale Erfassung der Welt
26 August 2011 - UNI-HEIDELBERG
Die digitale Erfassung und geographische Analyse der Welt durch dreidimensionale Geodateninfrastrukturen ist Thema eines Hengstberger-Symposiums, das am 7. und 8. September 2011 an der Universität Heidelberg stattfindet. Rund 30 Experten aus Deutschland, dem europäischen Ausland und den USA diskutieren dabei über die wissenschaftlichen Grundlagen neuer Geoinformationstechnologien. Die englischsprachige Veranstaltung „Towards Digital Earth – 3D Spatial Data Infrastructures“ wird von Wissenschaftlern der Abteilung Geoinformatik am Geographischen Institut der Ruperto Carola durchgeführt und findet am Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH) statt.
Ein Großteil der vorhandenen digitalen Daten kann über einen Raumbezug geografisch verortet werden, zum Beispiel über Koordinaten oder Adressen. Diese sogenannten Geodaten werden mit Geographischen Informationssystemen (GIS) verwaltet, analysiert und visualisiert. „Die daraus gewonnenen Informationen unterstützen eine Vielzahl von wissenschaftlichen Fragestellungen, ebenso wie politische und gesellschaftliche Entscheidungen“, erläutert der Organisator der Veranstaltung, Juniorprofessor Bernhard Höfle. „Zugleich sind Geoinformationstechnologien aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Ein Beispiel dafür sind Smartphones, die bereits eine Vielzahl von ortsbezogenen Geo-Anwendungen und Diensten unterstützen.“
Die Teilnehmer des interdisziplinären Symposiums beschäftigen sich insbesondere mit Sensordaten, die einerseits durch hochgenaue Erdbeobachtungssensoren wie zum Beispiel Laserscanning und andererseits durch eine kollaborative Datenerfassung im Internet, etwa OpenStreetMap, gewonnen werden. Dabei geht es um die Zusammenführung und übergreifende Auswertung dieser unterschiedlichen Datenbestände. „Ziel der hochrangig besetzten Tagung ist es, wesentliche Forschungsfragen in der Entwicklung einer Infrastruktur für dreidimensionale Geodaten zu identifizieren und formulieren“, betont Höfle.
Bernhard Höfle gehört zu den Hengstberger-Preisträgern 2010. Der Klaus-Georg und Sigrid Hengstberger-Preis wird jährlich an drei Nachwuchswissenschaftler oder Wissenschaftlerteams der Universität Heidelberg vergeben. Mit der Preissumme von jeweils 12.500 Euro erhalten junge Forscher die Möglichkeit, ein interdisziplinäres wissenschaftliches Symposion im IWH
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