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DFG zeichnet Göttinger Chemiker mit Heisenberg-Stipendium aus
15 December 2011 - UNI-GOETTINGEN

Heisenberg-Stipendiat: Chemiker Mike Boysen. Klicken Sie bitte hier, um das Bild in Druckqualität herunterzuladen.
(pug) Mike Boysen von der Universität Göttingen wird mit einem Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet. Für die nächsten drei Jahre stehen dem Chemiker, der derzeit am Institut für Organische und Biomolekulare Chemie der Universität Göttingen tätig ist, rund 164.000 Euro zur Verfügung. Mit dem Geld wird Boysen seine wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der organischen Synthese vertiefen. Ziel des geförderten Projekts ist es, Katalysatoren auf Basis von Zuckern wie zum Beispiel Glucose (Traubenzucker) und Metallsalzen weiterzuentwickeln. Katalysatoren kommen in der organischen Synthese zum Einsatz, um chemische Reaktionen zu beschleunigen und eine definierte räumliche Struktur der Produkte zu erreichen.
Mike Boysen, Jahrgang 1972, studierte von 1993 bis 1998 an der Universität Hamburg. Seine Promotion in organischer Chemie erwarb er an der Universität Kiel. Als Postdoktorand forschte Mike Boysen anschließend an den schwedischen Universitäten Göteborg und Stockholm. Seit 2005 hat er eine Juniorprofessur an der Universität Hannover inne. An der Universität Göttingen nimmt er zudem seit April 2011 vertretungsweise eine Professur am Institut für Organische und Biomolekulare Chemie wahr. In seinen Forschungsarbeiten beschäftigt sich der Chemiker mit dem Einsatz von Kohlenhydraten – insbesondere einfacher Zucker wie Glucose und Galactose (Bestandteil des Milchzuckers) – als Ausgangsstoffe für chirale Katalysatoren. Diese beeinflussen während einer chemischen Reaktion deren Ablauf und die räumliche Struktur des Endprodukts wesentlich, ohne am Ende Bestandteil des Produkts zu sein. Wie im geförderten Projekt Zucker als Ausgangsbasis hierfür zu nutzen, hat den Vorteil, dass es sich um natürliche, in großer chemischer Vielfalt vorkommende und kostengünstige Stoffe handelt.
Mit dem Heisenberg-Programm fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) herausragende Nachwuchswissenschaftler und unterstützt sie beim Erreichen einer wissenschaftlichen Leitungsfunktion oder einer vollen Professur.
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