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Dem Choreografen über die Schulter blicken
Laurent Chétouane zeigt am 8. November Ergebnisse seiner Arbeit mit Studenten im Rahmen seiner Gastprofessur an der Freien Universität
Der französische Choreograf und Regisseur Laurent Chétouane, in diesem Wintersemester Gastprofessor an der Freien Universität Berlin, gibt am Dienstag Einblick in seine Arbeit mit Studierenden. Der Inhaber der künstlerischen Valeska-Gert-Gastprofessur präsentiert am Dienstag, 8. November, im DanceLab des Instituts für Theaterwissenschaft die Ergebnisse der szenischen Arbeit zum Stück ,,Le Sacre du Printemps". Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Sie ist öffentlich, der Eintritt frei. Medienvertreter sind herzlich willkommen.
Chétouane hatte den Studenten auf Basis der theoretischen Schrift des französischen Schriftstellers und Philosophen Roland Barthes grundlegende Überlegungen über das Tanzen vermittelt. Ziel der Arbeit mit den Studierenden war es, in der szenischen Arbeit zu ,,Le Sacre du Printemps" der Lust am Unbekannten und Fremden in der Bewegung nachzuspüren.
Laurent Chétouane, geboren 1973 im französischen Angoulême hat sich vor allem durch seinen besonderen Umgang mit dem komplexen Gefüge von Sprache, Körper und Bild einen Namen gemacht. Er absolvierte zunächst ein Studium der Chemie und der Ingenieurwissenschaften, bevor er Theaterwissenschaft an der Sorbonne in Paris sowie Theaterregie in der Klasse von Hans Hollmann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main studierte.
Chétouane inszenierte zahlreiche dramatische Texte von Heiner Müller, Georg Büchner, Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe an großen Bühnen, unter anderem in Hamburg, München, Weimar, Köln, Athen, Oslo und Zürich. Seit 2006 ist er mit seinen choreografischen Projekten unter dem Titel ,,Tanzstück #1 bis 4" an internationalen Gastspielorten in Frankreich, Holland, Belgien, Österreich, Türkei und Norwegen vertreten. Für ,,Tanzstück #1: Bildbeschreibung von Heiner Müller" erhielt Chétouane 2008 die Auszeichnung ,,Wild Card" der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010, verbunden mit einem künstlerischen Aufenthalt in Istanbul, und 2010 den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für hervorragende junge Künstler.
Die künstlerische Valeska-Gert-Gastprofessur für Tanz und Performance besteht seit dem Wintersemester 2006/2007 am Institut für Theaterwissenschaft. Getragen wird sie von der Freien Universität, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der Akademie der Künste Berlin. Namenspatronin ist eine der innovativsten Tänzerinnen der historischen Avantgarde, Valeska Gert (1892-1978), deren Schaffen thematisch stark durch die Stadt Berlin geprägt war.
Ort und Zeit
- Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin, DanceLab, Grunewaldstr. 35, 12165 Berlin
- Dienstag, 8. November 2011, Beginn 18 Uhr
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