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Das Schicksal der Heidelberger Bibliotheca Palatina


Die „Bibliotheca Palatina“, eine der berühmtesten Sammlungen von Handschriften und Drucken des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, ist Thema eines Vortragsabends, zu dem die Universitätsbibliothek Heidelberg einlädt. Referent ist der Buch- und Bibliothekswissenschaftler Elmar Mittler. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 18. Oktober 2011, im Untergeschoss der Universitätsbibliothek, Plöck 107-109, statt und beginnt um 18.00 Uhr.

In seinem Vortrag wird Mittler über das Schicksal der Bibliothek sprechen, die 1623 von Heidelberg nach Rom verbracht wurde. Heute befinden sich die deutschsprachigen Handschriften, die seit ihrer Digitalisierung im Jahr 2009 komplett online verfügbar sind, in der Universitätsbibliothek Heidelberg. Nahezu alle griechischen und lateinischen Handschriften sowie sämtliche Drucke beherbergt die Bibliotheca Apostolica Vaticana in Rom. Mittler beleuchtet die vielfältigen Bemühungen, die „Palatina“ durch Diplomatie, Wissenschaft und Technik einer breiten öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Elmar Mittler ist emeritierter Professor für Buch- und Bibliothekswissenschaft der Georg-August-Universität Göttingen und Honorarprofessor am Institut für Buchwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Als Bibliotheksdirektor leitete er die Badische Landesbibliothek Karlsruhe, die Universitätsbibliothek Heidelberg und die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen.

1986 war Mittler Organisator der Ausstellung „Bibliotheca Palatina“ aus Anlass des 600-jährigen Bestehens der Ruperto Carola. Diese mit 280.000 Besuchern überaus erfolgreiche Ausstellung zeigte eine repräsentative Auswahl von Handschriften und Drucken der einstmals berühmtesten Bibliothek nördlich der Alpen. Sie entstand in Zusammenarbeit mit der Biblioteca Apostolica Vaticana, in die die „Palatina“ im Dreißigjährigen Krieg überführt worden war.
 
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