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Collegium Philosophicum begrüßt elf Stipendiatinnen und Stipendiaten
8 November 2011 - UNI-KIEL
Das Collegium Philosophicum hat zwei Forschungsprojekte ins Leben gerufen, die für elf Doktorandinnen und Doktoranden in den nächsten Jahren im Mittelpunkt ihrer Forschungsarbeit stehen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten hatten von 124 Bewerbungen die interessantesten eingereicht.
Im ersten Projekt beschäftigen sich sechs Stipendiatinnen und Stipendiaten mit dem übergreifenden Thema „Erfahrung und Umgang mit Endlichkeiten“. Das Projektkolleg soll untersuchen, wie sich der Umgang mit Endlichkeiten angesichts aktueller Vorzeichen verändert. „Denn heute gewinnt die individuelle wie gesellschaftlich vermittelte Erfahrung von Endlichkeit eine neue Vitalität angesichts der Erkenntnis der Begrenztheit globaler Ressourcen“, erläutert Professorin Tine Stein, Leiterin des Projekts „Endlichkeiten“.
Zum anderen stellen sich fünf Doktorandinnen und Doktoranden unter dem Stichwort „Formen des Nichtverstehens/Negative Hermeneutiken des Erkennens“ die Frage: Welche Funktion hat das Nichtverstehen im Erkenntnisprozess? „In der Regel gibt das Nichtverstehen einer Sache Anlass zu dem Wunsch, sie zu verstehen. Nichtwissen und Nichtverstehen sind damit nicht nur negativ bestimmt, sondern konstitutive Faktoren für alle Prozesse des Erkennens und Erklärens“, sagt Professor Albert Meier, Leiter des Projekts „Nichtverstehen“. Relevant seien dabei ganz verschiedene Formen wie das Unverständnis, das Missverständnis, die Nichtverständigung, die Unverständlichkeit oder auch die Nichtselbstverständlichkeit.
Beide Forschungsprojekte werden durch wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt.
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