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Chemiker nehmen Wasserstoffbrücken unter die Lupe

Internationale Fachkonferenz an der Universität Göttingen – Abschluss des Graduiertenkollegs


(pug) Mehr als 150 Wissenschaftler aus über 25 Ländern treffen sich vom 12. bis zum 17. September 2011 zur 19. Internationalen Fachkonferenz „Horizons in Hydrogen Bond Research“ an der Universität Göttingen. Die Teilnehmer diskutieren Fortschritte beim Verständnis und bei der Anwendung von Wasserstoffbrücken: Dabei handelt es sich um schwache Bindungen zwischen Molekülen, die für zahlreiche natürliche Phänomene verantwortlich sind, aber auch die Herstellung neuer funktionaler Materialien ermöglichen. Ob Wolkenbildung, Dufterkennung, Anästhesie oder Stoffwechsel – sie alle werden entscheidend von Wasserstoffbrücken geprägt. Ohne Wasserstoffbrücken gäbe es auf der Erde keine Meere und wohl auch kein Leben. Zu den Fragen, die auf der Tagung diskutiert werden, gehören: Gibt es auf dem Mars freie Kohlensäure‘ Kann man Wasserstoffbrücken mittels magnetischer Felder vermessen? Wie bewegen sich Protonen in Eis? Und wie kann man chemische Reaktionen über Wasserstoffbrücken beschleunigen’

Die Fachkonferenz bildet den wissenschaftlichen Abschluss des Göttinger Graduiertenkollegs „Spektroskopie und Dynamik molekularer Knäuel und Aggregate“, das in den vergangenen zehn Jahren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit insgesamt etwa vier Millionen Euro gefördert wurde. Im Vorfeld der Tagung findet am 11. und 12. September der Workshop „Hydrogen Bonds Between the Disciplines“ für mehr als 40 Doktoranden statt, um diese optimal auf die Tagung vorzubereiten und ihnen den informellen wissenschaftlichen Austausch zu ermöglichen. Da ein Schwerpunkt des Workshops auf der Förderung der deutsch-russischen Zusammenarbeit auf diesem Fachgebiet liegt, wird er vom Deutsch-russischen interdisziplinären Wissenschaftszentrum (G-RISC) unterstützt.

Obwohl bereits vor einem Jahrhundert erkannt, wird immer noch kontrovers diskutiert, was eine Wasserstoffbrücke genau ausmacht. Auch dieser Frage widmen sich die Teilnehmer der Tagung. Besonders schwache Wasserstoffbrücken sind in dieser Hinsicht schwer fassbar: Mit ihnen beschäftigt sich eine Sonderausgabe der Fachzeitschrift Physical Chemistry Chemical Physics, die zur Tagung veröffentlicht wird und knapp 40 Beiträge von Wissenschaf
 
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