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Bundesexzellenzinitiative: Universität Hamburg beteiligt sich mit zwei Anträgen aus den Bereichen Klimaforschung und Physik
Die Universität Hamburg hat gestern einen Einrichtungs- und einen Folgeantrag für die Fortsetzung der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder in der Förderlinie Exzellenzcluster eingereicht. Es handelt sich um den Neu-Antrag aus den Disziplinen Physik, Chemie und Biologie mit dem Titel „Hamburg Zentrum für ultraschnelle Abbildung: Struktur, Dynamik und Kontrolle von Materie auf atomarer Skala“ sowie um den Fortsetzungsantrag für das Klima-Cluster „Integrated Climate System Analysis and Prediction (CliSAP)“.
Die Universität Hamburg zählt damit zu den 32 Hochschulen, die von der DFG aufgefordert wurden, einen neuen Vollantrag einzureichen. Der Einrichtungsantrag aus dem Bereich Physik wurde von der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften unter Leitung der Professoren R. J. Dwayne Miller, Klaus Sengstock und Horst Weller koordiniert. Beteiligt sind die außeruniversitären Partner DESY, CFEL und XFEL GmbH.
Im Mittelpunkt des geplanten Cluster steht die Echtzeit-Beobachtung der Bewegungen von Atomen. Elementare Prozesse wie chemische Reaktionen sollen auf Molekülebene sichtbar gemacht werden. Möglich wird die Beobachtung elektronischer und atomarer Bewegung durch die Entwicklung ultrabrillanter Elektronen- und Röntgenquellen, in der die Hamburger Wissenschaftler führend sind.
Das Klima-Exzellenzcluster „CliSAP“, für das ein Fortsetzungsantrag eingereicht wurde, untersucht aktuelle Fragestellungen des Klimawandels, um aussagekräftigere Prognosen zu entwickeln und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Natur-, Sozial und Wirtschaftswissenschaften arbeiten dabei eng zusammen. In den vergangenen vier Jahren konnten hier wichtige Fortschritte erzielt werden – sowohl was die grundsätzliche Vorhersagbarkeit des Systems betrifft, aber auch die Identifikation und Analyse bestimmter Schlüsselfaktoren. Diese Ergebnisse sollen nun in einer weiteren Förderperiode fokussiert werden. Die Universität Hamburg hatte sich für das Projekt 2007 mit dem Max-Planck-Institut für Meteorologie, dem Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und dem Deutschen Klimarechenzentrum zum Hamburger KlimaCampus Hamburg zusammengeschlossen. So ist ein in seiner Breite deutschlandweit einzigartiges Projekt mit internationaler Sichtbarkeit entstanden.
Präsident Dieter Lenzen: „Die Anträge basieren auf den exzellenten wissenschaftlichen Leistungen der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Cluster können dazu beitragen, die bereits jetzt herausragende nationale und internationale Sichtbarkeit der Physik und der Klimawissenschaften an der Universität Hamburg weiter zu stärken. Ich danke allen Beteiligten für ihre bisher geleistete Arbeit in diesen Projekten.“
Im Dezember 2011 und Januar 2012 werden die beantragten Projekte den Gutachtergruppen präsentiert. Die endgültige Förderentscheidung fällt im Juni 2012, die Förderung für 5 Jahre beginnt anschließend im November. Das Finanzvolumen der Exzellenzinitiative liegt bei rund 2,7 Milliarden Euro, die zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent von den Ländern gestellt werden.
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