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Bioenergie: Niedersachsen verlängert Förderung für Göttinger Forschungsprojekt

    Hans Ruppert 
 
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Umsetzung der bisherigen Ergebnisse in die Praxis – 1,6 Millionen Euro für zwei weitere Jahre

(pug) Das Land Niedersachsen hat die Förderung für ein Forschungsprojekt zum Thema Bioenergie an der Universität Göttingen um zwei weitere Jahre verlängert. Die Fördersumme des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur beträgt insgesamt 1,6 Millionen Euro. Der seit Anfang 2009 laufende Forschungsverbund „Nachhaltige Nutzung von Energie aus Biomasse im Spannungsfeld von Klimaschutz, Landschaft und Gesellschaft“ ist am Interdisziplinären Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Universität angesiedelt. „Vor dem Hintergrund der Energiewende wird die Bioenergie in den kommenden Jahren eine zunehmend wichtige und größere Rolle spielen“, erläutert Hans Ruppert, Leiter des Forschungsverbundes und Direktor des IZNE. Die Wissenschaftler wollen in der zweiten Förderphase ihre bisherigen Forschungsergebnisse in die Praxis umsetzen und in drei ausgewählten Modellregionen anwenden.

„Die Akzeptanz von Bioenergie in der Bevölkerung stößt mittlerweile an ihre Grenzen“, so Ruppert. „Der Anbau von Energiepflanzen wird aus Sicht des Naturschutzes und der Nahrungsmittelproduktion immer wieder als problematisch dargestellt. Wir nehmen diese Akzeptanzprobleme sehr ernst und suchen weiterhin den Dialog mit allen Akteuren, um gemeinsam lokale und regionale Konzepte zu entwickeln.“ Die Wissenschaftler haben in den vergangenen drei Jahren Anbau- und Nutzungskonzepte erarbeitet, die vom örtlichen Entscheidungsträger bis zur Gesetzgebung auf EU-Ebene und von der Planung bis zur Ausführung hin eine ausgewogene Verankerung von Bioenergie in der jeweiligen Region ermöglichen. Diese Konzepte sollen in den kommenden zwei Jahren exemplarisch in den Landkreisen Goslar und Wolfenbüttel sowie in der Region Hannover in die Praxis umgesetzt und getestet werden.

Die wissenschaftlichen Ergebnisse des Forschungsverbundes werden auf den jeweiligen Anwender bezogen aufbereitet und „übersetzt“. Damit ist gewährleistet, dass das Gesamtkonzept auch in anderen Landkreisen angewendet werden kann. Ziel des Projekts ist ein regionales Qualitätssicherungssystem für die Nutzung von Bioenergie, welches die nationalen Ziele zur nachhaltigen Erzeugung von Bioenergie flankiert. Die Wissenschaftler des Forschungsverbundes stellen ihre bisherigen Ergebnisse am 24. und 25. Januar 2012 auf einer Fachtagung an der Universität
 
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