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Antike Keramikfunde auf der arabischen Halbinsel
12 September 2011 - UNI-HEIDELBERG
Die kulturhistorische Einordnung antiker Keramikfunde auf der arabischen Halbinsel ist Thema eines IWH-Symposiums, das am 15. und 16. September 2011 an der Universität Heidelberg stattfindet. Die Veranstaltung soll dazu beitragen, neue Erkenntnisse über die Geschichte dieses geographischen Raums zu gewinnen, der in der archäologischen Forschung bislang im Schatten der antiken Mittelmeerkulturen steht. Zu dem zweitägigen Symposium im Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH) werden rund 20 Wissenschaftler aus aller Welt erwartet. Vertreten sind die Disziplinen Klassische Archäologie, Vorderasiatische Archäologie, Südasiatische Archäologie und Ostafrikanische Archäologie sowie Mineralogie und Petrologie.
„Die archäologische Forschung zu Altarabien reicht in Quantität und Qualität nicht heran an die archäologische Aufarbeitung der antiken griechischen und römischen Kultur, die auf einer rund 150-jährigen Wissenschaftsgeschichte aufbaut. Hinzu kommt, dass viele arabische Funde, beispielsweise aus der antiken Ruinenstadt Zafar im heutigen Jemen, noch nicht veröffentlicht sind“, betont Paul Yule vom Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients, der die Tagung organisiert hat. Neben der Präsentation und Diskussion neuer Keramikfunde geht es auch um die Frage nach dem Austausch der arabischen Gesellschaften mit den antiken Mittelmeerkulturen und den Import von Produkten aus Südasien.
Insbesondere mit Grabungen in Zafar haben Archäologen der Universität Heidelberg in den vergangenen Jahren Licht in ein bisher weitgehend unerforschtes Kapitel der antiken Geschichte gebracht. „Die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung dieser bislang kaum erforschten und als dekadent angesehenen Epoche ist unterschätzt worden. Die Funde belegen unter anderem, wie stark die Wurzeln des Islam mit dem Judentum und Christentum verbunden sind“, erklärt Yule, der von 1998 an zwölf Jahre lang als Projektleiter die Grabungen 130 Kilometer südöstlich der jemenitischen Hauptstadt Sanaa begleitet hat. Neben Funden aus Zafar werden auf dem IWH-Symposium mit dem Titel „Arabia and the Red Sea after the Turning to the Common Era: Advancing the State of the Art“ auch Objekte aus anderen Grabungsstätten auf der arabischen Halbinsel berücksichtigt.
Insbesondere mit Grabungen in Zafar haben Archäologen der Universität Heidelberg in den vergangenen Jahren Licht in ein bisher weitgehend unerforschtes Kapitel der antiken Geschichte gebracht. „Die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung dieser bislang kaum erforschten und als dekadent angesehenen Epoche ist unterschätzt worden. Die Funde belegen unter anderem, wie stark die Wurzeln des Islam mit dem Judentum und Christentum verbunden sind“, erklärt Yule, der von 1998 an zwölf Jahre lang als Projektleiter die Grabungen 130 Kilometer südöstlich der jemenitischen Hauptstadt Sanaa begleitet hat. Neben Funden aus Zafar werden auf dem IWH-Symposium mit dem Titel „Arabia and the Red Sea after the Turning to the Common Era: Advancing the State of the Art“ auch Objekte aus anderen Grabungsstätten auf der arabischen Halbinsel berücksichtigt.
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