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Alfried Krupp-Sommerkurs für Handschriftenkultur an der Universitätsbibliothek

Eine der großen Handschriftensammlungen Deutschlands:

mittelalterlicher Codex aus der Universitätsbibliothek Leipzig.
Foto: UB Leipzig

Die Universitätsbibliothek Leipzig (UBL) veranstaltet vom 25. September bis 1. Oktober einen Sommerkurs für mittelalterliche Handschriften, der vom Handschriftenzentrum der UBL in Kooperation mit dem Mediävistenverband durchgeführt wird. Er ist der erste von fünf Sommerkursen, den die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung an der Universitätsbibliothek Leipzig bis 2015 unterstützt.

Die 20 Teilnehmer werden wurden aus fast 200 internationalen Bewerbern in einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren ausgewählt. Künftig soll an der Universitätsbibliothek Leipzig jedes Jahr ein Alfried Krupp-Sommerkurs für die Schrift- und Textkultur von der Antike bis zur Moderne stattfinden.

Mit diesem einmaligen Angebot will die Universitätsbibliothek die Potenziale ihrer Bestände und ihres wissenschaftlichen sowie Fachpersonals nutzen. Die Alfried Krupp-Sommerkurse richten sich an Studierende in Master- und Promotionsstudiengängen und können auch als Aufbaustudium gewertet werden. Thematische Schwerpunkte künftiger Kurse sind die Antike, das Mittelalter, die Neuzeit, Orientalische Schriftkulturen sowie Sammlungs- und Bibliothekenkunde. Sie unterstützen die universitäre Ausbildung von Historikern durch interdisziplinäres Arbeiten, das gleichermaßen für Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaftler attraktiv ist.

Die Universitätsbibliothek Leipzig ist nach Heidelberg die zweitälteste wissenschaftliche Bibliothek Deutschlands und hat einen Bestand an Handschriften, der sämtliche historischen Text- und Schriftformen seit der Antike abdeckt. Sie beherbergt mit dem Papyrus Ebers aus dem 16.Jahrhundert v. Chr. das älteste vollständige medizinische Manuskript der Antike, mit dem Codex Sinaiticus aus dem 4. Jahrhundert Blätter der ältesten Bibel der Welt sowie eine der deutschlandweit größten Sammlungen an abendländischen, griechischen, orientalischen und asiatischen Handschriften. Umfangreiche mittelalterliche Textbestände in Latein und den Volkssprachen und ein breites Angebot an neuzeitlichen Handschriften und Drucken machen sie für den Unterricht in Handschriftenkunde sowie in allen Formen der Literatur- und Buchgeschichte sehr geeignet.

Seit 2001 ist die UBL Sitz eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Handschriftenzentrums zur Erforschung und Erschließung mittelalterlicher Handschriftenbestände in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

 
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