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1,25 Millionen Euro für jungen Forscher - Dr. Christian Henneberger kommt von London mit dem NRW-Rückkehrerprogramm an die Universität Bonn
5 October 2011 - UNI-BONN

Dr. Christian Henneberger baut am Institut für Zelluläre Neurowissenschaften der Universität Bonn eine eigene Forschergruppe auf. (c) Foto: Uni Bonn
Ein Angebot, das man kaum ausschlagen kann: Der Neurophysiologe Christian Henneberger forschte bislang am University College London als Gruppenleiter. Nun hat er im ,,Programm zur Förderung der Rückkehr des wissenschaftlichen Spitzennachwuchses aus dem Ausland" des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW den Zuschlag für den Aufbau einer Nachwuchsgruppe an der Universität Bonn erhalten. Die Förderung läuft über fünf Jahre und beträgt 1,25 Millionen Euro.
,,Die Universität Bonn ist wegen ihrer dynamischen und inhaltlich breit gefächerten Neuroszene besonders attraktiv", sagt Christian Henneberger, der seit Anfang Oktober an der Universität Bonn unter Vertrag steht. ,,In meinem Fachgebiet gibt es hier eine Reihe von hochkarätigen Gruppen." Der 36-jährige Neurophysiologe erforscht die Funktion der Gliazellen im Gehirn, die lange Zeit lediglich als eine Art ,,Kitt" für die eigentlichen Hirnzellen angesehen wurden.
Gliazellen sind mehr als reiner ,,Kitt" im Gehirn
Diese Einschätzung hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt. ,,Die Rolle von Gliazellen wurde unterschätzt - sie sind direkt an der Informationsverarbeitung im Hirn und an Lernprozessen beteiligt", berichtet Henneberger. ,,Es wird angenommen, dass sie auf zellulärer Ebene die Kommunikation zwischen den Nervenzellen beeinflussen." Die Effizienz, mit der Gliazellen Lernprozesse modifizieren können, hängt wahrscheinlich von deren Struktur ab. ,,Dieses offene und unerforschte Feld möchte ich mit meiner Nachwuchsgruppe näher untersuchen", sagt der Wissenschaftler.
,,Durch die großzügige Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen kann Herr Henneberger seine Forschungen zur Bedeutung von Neuron-Glia-Interaktionen im gesunden und epileptischen Gehirn nun an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn fortsetzen", sagt Christian Steinhäuser, Direktor des Instituts für Zelluläre Neurowissenschaften der Universität Bonn. ,,Als Juniorprofessor wird er seine Nachwuchsgruppe an unserem Institut aufbauen." Die Erforschung der Gliazellen stellt einen Forschungsschwerpunkt des Instituts und der Fakultät dar.
45 Wissenschaftler bewarben sich für das Förderprogramm
An der Ausschreibung im ,,Programm zur Förderung der Rückkehr des wissenschaftlichen Spitzennachwuchses aus dem Ausland" des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW hatten sich 45 Kandidaten beteiligt. Vier davon erhielten einen Zuschlag und konnten sich innerhalb von Nordrhein-Westfalen eine Hochschule als Forschungsstandort frei wählen. ,,Herr Henneberger hat sich nach Verhandlungen mit anderen Standorten erfreulicherweise für uns entschieden", sagt der Institutsdirektor. Seit dem Jahr 2007 werden mit dem NRW-Rückkehrer-Programm jüngere Spitzenforscher gefördert. Mit Henneberger haben sich seitdem drei der Geförderten für die Gründung einer Nachwuchsgruppe an der Universität Bonn entschieden.
,,Durch die großzügige Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen kann Herr Henneberger seine Forschungen zur Bedeutung von Neuron-Glia-Interaktionen im gesunden und epileptischen Gehirn nun an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn fortsetzen", sagt Christian Steinhäuser, Direktor des Instituts für Zelluläre Neurowissenschaften der Universität Bonn. ,,Als Juniorprofessor wird er seine Nachwuchsgruppe an unserem Institut aufbauen." Die Erforschung der Gliazellen stellt einen Forschungsschwerpunkt des Instituts und der Fakultät dar.
45 Wissenschaftler bewarben sich für das Förderprogramm
An der Ausschreibung im ,,Programm zur Förderung der Rückkehr des wissenschaftlichen Spitzennachwuchses aus dem Ausland" des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW hatten sich 45 Kandidaten beteiligt. Vier davon erhielten einen Zuschlag und konnten sich innerhalb von Nordrhein-Westfalen eine Hochschule als Forschungsstandort frei wählen. ,,Herr Henneberger hat sich nach Verhandlungen mit anderen Standorten erfreulicherweise für uns entschieden", sagt der Institutsdirektor. Seit dem Jahr 2007 werden mit dem NRW-Rückkehrer-Programm jüngere Spitzenforscher gefördert. Mit Henneberger haben sich seitdem drei der Geförderten für die Gründung einer Nachwuchsgruppe an der Universität Bonn entschieden.
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