125. Jahresversammlung des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung

Wissenschaftliche Tagung an der Universität Göttingen vom 28. bis zum 31. Mai 2012


(pug) Seit 1875 treffen sich regelmäßig zu Pfingsten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland, um sich mit niederdeutscher Sprache und Literatur der älteren und der neueren Zeit auseinanderzusetzen. Zu seiner 125. Jahresversammlung lädt der Verein für niederdeutsche Sprachforschung (VndS) in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen Mitglieder und Interessierte ein. Zur Jubiläumstagung vom 28. bis 31. Mai 2012 im Tagungszentrum an der Historischen Sternwarte der Universität Göttingen werden über 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Schweden, Dänemark, Belgien, den Niederlanden, Russland und Deutschland erwartet.

Die Tagung deckt mit einem umfangreichen Vortragsprogramm unterschiedliche Arbeitsbereiche der niederdeutschen Philologie ab: So geht es in den Vorträgen beispielsweise um niederdeutsche Inschriften und die Möglichkeiten der Datierung und Lokalisierung mittelniederdeutscher Handschriften. Syntaktische Phänomene im Niederdeutschen und im Mitteldeutschen im nördlichen Hessen sind ebenso Thema wie die sprachliche Akkulturation von Heimatvertriebenen in Mecklenburg. Ein Vortrag zur Großlandschaftslexikographie am Beispiel des Niedersächsischen leitet zum Kolloquium „Alternative Lexikographie“ über. Außerdem diskutieren Lexikographen über alternative Möglichkeiten der Erstellung von Mundartwörterbüchern. Ein Höhepunkt der Tagung ist darüber hinaus eine Lesung der Berliner Autorin Judith Zander, die Teile ihres Romans „Dinge, die wir heute sagten“, der auch Thema eines Vortrags i

Der VndS ist eine wissenschaftliche Gesellschaft mit derzeit etwa 400 Mitgliedern. Er hat sich das Ziel gesetzt, die niederdeutsche Sprache und Literatur in ihrer ganzen sprachkulturellen Erscheinungsvielfalt in Geschichte und Gegenwart zu erforschen. Dadurch leistet der Verein einen Beitrag zum Verständnis der kulturellen Vielfalt in Europa und zu ihrer Erhaltung in der Gegenwart.
 
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