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10 Jahre erfolgreiche Klimawandelforschung im Jordangebiet
Das von der Universität Tübingen geleitete ‘GLOWA Jordan River Project’ führt in Zypern seine Abschlusskonferenz durch
Der Zugang zu sauberem Wasser ist nicht selbstverständlich. Den Einwohnern des Jordantals im Nahen Osten beispielsweise steht pro Kopf so wenig Wasser zur Verfügung wie in nur wenigen Ländern weltweit. Unter Leitung der Tübinger Professorin Katja Tielbörger (Abteilung Vegetationsökologie) forschen deshalb internationale Wissenschaftler im ‘GLOWA Jordan River Project’ über ein nachhaltiges Wasser- und Landmanagement für die Jordanregion: Über hundert Hydrologen, Ökologen, Soziologen, Wirtschaftswissenschaftler und andere Wissenschaftler aus Deutschland, Israel, Jordanien und den Palästinensischen Gebieten arbeiten seit 2001 in dem interdisziplinären Projekt zusammen, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird.
Von 5. bis 8. September feiert das ‘GLOWA Jordan River Project’ seine über ein Jahrzehnt andauernde erfolgreiche Forschungskooperation im Rahmen einer wissenschaftlichen Konferenz in Limassol, Zypern. In zehnjähriger Arbeit ist es den teilnehmenden Wissenschaftlern gelungen, eine Atmosphäre von gegenseitigem Vertrauen, Zusammenarbeit und sogar Freundschaft zu schaffen. Die Forschungskooperation hat sich zum Ziel gesetzt, die Zukunft der Jordan-Anrainerstaaten angesichts des globalen Wandels zu verbessern.
Das Projekt kooperiert eng mit Akteuren in der Region, wie zum Beispiel Wasser-, Landwirtschafts- und Entwicklungsministerien, Universitäten und Nichtregierungsorganisationen. Anwendungsbezogene Projektergebnisse werden in nationale und regionale Entscheidungsprozesse eingebracht. Mit diesem Ansatz soll der Nutzen der knappen Ressource Wasser für alle Menschen der Region und seine Ökosysteme maximiert werden.
Das Team liefert wissenschaftlich solide Grundlagen für konkrete Handlungsstrategien zur Wasser- und Landnutzung, denn eine angemessene Landnutzung kann die negativen Folgen des Klimawandels minimieren. Konkrete Ergebnisse der Projektarbeit sind unter anderem Anwendungen eines computergestützten Planungsinstruments zur Bilanzierung von Wassernachfrage und -angebot (WEAP - Water Evaluation and Planning Tool), regionale Szenarien zum Klimawandel, eine Plattform zur Erforschung des Einflusses von Klimawandel auf Biodiversität, Modelle zur Klimafolgenabschätzung, Szenarien zur Landnutzung unter regionalem und globalem Wandel und deren Einfluss auf den Landschaftswasserhaushalt, und die Bewertung von Strategien zur Anpassung an Wasserknappheit.
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Universitätsprofessorin / Universitätsprofessor, Fakultät für Angewandte Informatik



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