Sonderausstellung ,,LandschafftRessourcen" im Deutschen Museum
3 February 2012 - TUM
Wie wirken sich Landschaftseingriffe aus und wo stecken Konfliktpotenziale? Welche Ressourcen sind knapp und wie kann Landnutzung dazu beitragen, Ressourcen nachhaltig zu bewirtschaften? Die Wanderausstellung ,,LandschafftRessourcen" geht diesen Fragen auf den Grund und zeigt aktuelle Erkenntnisse und Lösungsansätze aus der Forschung. Bis zum 1. April 2012 ist die Ausstellung im Deutschen Museum in München zu Gast. Die Technische Universität München ist Kooperationspartnerin der Ausstellung.
Landschaften haben viele Funktionen: Sie regulieren das Klima, bilden das Grundwasser, dienen der Lebensmittelproduktion, sind Erholungsraum und wichtige Rohstofflieferanten. Moderne Formen der Landnutzung setzen die Landschaften jedoch zunehmend unter Druck. Die Folgen: Ressourcen werden knapp, die Artenvielfalt gerät in Gefahr, die Landschaften büßen an Funktionsfähigkeit ein.
Die Ausstellung ,,LandschafftRessourcen" nimmt diese Entwicklungen unter die wissenschaftliche Lupe. Vom 3. Februar bis zum 1. April 2012 ist sie zu Gast im Deutschen Museum in München. Auf 300 Quadratmetern präsentiert die Ausstellung Ergebnisse aus langjährigen Forschungsprojekten, die durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wurden. Fünf Schwerpunkte - Landschaftsfunktionen, Boden, Wasser, Nachwachsende Rohstoffe, Landschaft im Wandel - bieten den Besuchern Wissenswertes zum Anfassen und Mitmachen. Das Themenspektrum reicht dabei von der Sicherung der Welternährung über ressourcenschonende Wassernutzung bis zur ökologischen Landwirtschaft.
Konzipiert wurde die Wanderausstellung von der Senatskommission ,,Stoffe und Ressourcen in der Landwirtschaft" der DFG und vom Institut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement der Justus-Liebig-Universität Gießen. Die Technische Universität München (TUM) ist Kooperationspartnerin der Ausstellung. Forschungsprojekte des Wissenschaftszentrums Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt (WZW) der TUM sind darin eingeflossen: Im Rahmen eines Sonderforschungsbereiches haben TUM-Forscher zum Beispiel untersucht, welche Strukturen und Prozesse die Entwicklung in einem Ökosystem während der Initialphase steuern. Die Rolle der Böden für den Klimawandel ist ebenfalls Schwerpunkt der Ausstellung.
An der TU München erforscht Ingrid Kögel-Knabner (Lehrstuhl für Bodenkunde) mithilfe modernster Verfahren die räumliche Anordnung organischer und mineralischer Bodenbestandteile. ,,Das Verständnis dieser Bodenarchitektur hilft zu ermitteln, wann Böden Treibhausgase freisetzen oder aufnehmen und wie viel Kohlenstoff sie speichern. Denn Böden sind ein zentraler Faktor für die Klimafunktionen der Landschaften", erklärt Kögel-Knabner.
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