
Zu sehen ist der große ATLAS-Detektor mit dem Kalorimeter. Das Kalorimeter misst die Energie der Teilchen, wenn Protonen in der Mitte des Detektors kollidieren. Foto: ATLAS Experiment, CERN, www.atlas.ch
(pug) Die experimentelle Teilchenphysik an der Universität Göttingen wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für weitere drei Jahre mit etwa 2,4 Millionen Euro gefördert. Die Forschergruppe unter der Leitung von Arnulf Quadt untersucht die Physik des schwersten bisher bekannten Elementarteilchens, des sogenannten Top-Quarks. Außerdem suchen die Physiker nach supersymmetrischen Teilchen, die als möglicher Baustein für die dunkle Materie im Universum gelten. Zudem befassen sie sich mit der Frage nach dem Ursprung der Masse von Teilchen und damit nach dem Higgs-Boson. Seit 2007 sind die Göttinger Physiker im Forschungsschwerpunkt 101 aus dem Exzellenzprogramm des BMBF – einem deutschlandweiten Verbund – am Großexperiment ATLAS mit dem Teilchenbeschleuniger am europäischen Forschungszentrum CERN in Genf beteiligt. Untersucht werden dabei die Ergebnisse hochenergetischer Kollisionen von Wasserstoffkernen.
Die Göttinger Wissenschaftler sind gemeinsam mit Wissenschaftlern aus aller Welt an Forschungsvorhaben am größten Teilchenbeschleuniger der Welt beteiligt, dem Large Hadron Collider (LHC). Sie befassen sich hier mit zentralen physikalischen Fragen zum Materiezustand des Universums kurz nach dem Urknall. Unter anderem sollen Eigenschaften des Top-Quarks und seine Wechselwirkungen mit anderen Teilchen mit hoher Präzision vermessen werden. Schwerpunkte der Forschung in Göttingen sind neben der Datenanalyse und der Entwicklung von strahlenharten, schnellen hybriden Pixeldetektoren für die Teilchenphysik auch die Entwicklung und der Betrieb des Grid-Computings, einem Konzept zum weltweit verteilten und vernetzten Rechnen.




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